Von Dorothea Ehlen 

Da war doch was... ja, natürlich... aber nein, die Bühne wird nicht frei für unser diesjähriges Stück „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt. Der Text war gekürzt, die Rollen besetzt, erste Proben hatten begonnen – und dann kam dieses Virus und schob alles aufs Eis. Da liegt es nun.  

Damit aber unser treues Publikum weiß, dass da noch etwas kommt, wenn sich im nächsten Schuljahr neue Möglichkeiten eröffnen, geben wir hier schon mal einen kleinen Vorgeschmack, was sein könnte. 

Den folgenden Trailer hat Marcel Zerbe aus der MSS12 aus ihm zugeschickten Clips gestaltet:  

„Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch?“

Der Autor, von dem dieses handgreifliche Zitat stammt, hat der Theatergruppe des Regino-Gymnasiums einen kräftigen literarischen Faustschlag verpasst. Es ist Franz Kafka.

Etwas Furchtbares steht bevor! Ein Revisor soll kommen und die Gemeinde unter die Lupe nehmen!

So geschieht es in einem Provinzstädtchen wie Prüm, nennen wir es Molotow, und es könnte ungemütlich werden, so warnt der Bürgermeister seine Stadtbewohner. Denn jeder hat etwas zu verbergen.

In diesem Jahr hat sich die Theater-AG des Regino-Gymnasiums in Zusammenarbeit mit der Zirkus-AG mit einer bitter-süßen Satire ganz nah an den Abgrund gewagt, an jenen Abgrund, auf den die Menschheit unaufhaltsam zu rennt, indem sie sich als konsumierende Masse, einer tumben Schafherde gleich, der Manipulation durch den Markt widerstandslos ergibt.