Interview mit Frau Michaela Ostermann zur Nobelpreisträgertagung

Von Carla Thielen und Louana Bretz

Einleitung (Info zur Tagung)

Seit über 70 Jahren treffen sich einmal im Jahr etwa 30 bis 40 Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger und 600 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt in Lindau am Bodensee, um über aktuelle wissenschaftliche Fragen zu diskutieren, persönliche Kontakte zu knüpfen und sich gegenseitig zu inspirieren. Eine der Aufgaben der Tagung ist auch, das Interesse für Bildung und Wissen im Bereich der Naturwissenschaften bereits frühzeitig zu entfachen. Die sogenannte „Mission Education“. Hierbei spielen Schulen eine große Rolle. Bildung und wichtiges Wissen wird in den Schulen durch Lehrer*innen vermittelt, die als Vorbilder dienen. Als Anerkennung für ihr Engagement laden die Lindauer Nobelpreisträgertagungen ausgewählte Lehrkräfte der Naturwissenschaften nach Lindau ein, um ihren Einsatz zu würdigen. Mit der Teilnahme am „Teaching Spirit-Programm“ werden besonders solche Lehrkräfte ausgezeichnet, die sich mit besonderem Engagement, über die allgemeine Lehrverpflichtung heraus, zum Beispiel mit der Einrichtung und Betreuung von AGs und Projektgruppen oder Animieren zur Teilnahme an MINT-Wettbewerben verdient gemacht haben. Diese große Ehre kam in diesem Jahr unserer Physik- und Chemielehrerin Frau Ostermann zu. Wir finden das total spannend und haben ihr dazu ein paar Fragen gestellt.

Hallo, Frau Ostermann! Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Einladung zur diesjährigen Nobelpreisträgertagung. Wir haben gelesen, dass nur wenige Lehrkräfte die Ehre erhalten, zu dieser Tagung eingeladen zu werden. Was denken Sie, warum Sie ausgewählt wurden? Wurden Sie vorgeschlagen oder mussten Sie sich bewerben?

Einer Teilnahme an der Nobelpreisträgertagung geht ein entsprechender Vorschlag an das Kuratorium der Veranstaltung voraus. Nominierende Partner und Institutionen sind u.a. die Bildungsministerien der Länder, der Deutsche Philologenverband, die Internationale Bodenseekonferenz, die MNU-Vereinigung, die Technische Universität München, die Stiftung Jugend forscht oder Teach First Deutschland. In meinem Fall wurde ich vom Bildungsministerium in Mainz nominiert - vor dem Hintergrund der Initiative zur Einrichtung des Schülerforschungszentrums Prümer Land (SFZ), das sich als außerschulischer MINT-Lernort mittlerweile bereits einer bundesweiten Bekanntheit erfreut. Meine Dienstvorgesetzten (Schulleitung, Verbandsbürgermeister, ADD) wurden gebeten, Informationen zu meinem dienstlichen Wirken an Schule und SFZ nach Mainz zu übermitteln als Grundlage für die Verfassung eines ministeriellen Empfehlungsschreibens zur Vorlage an das erwähnte Kuratorium der Nobelpreisträgertagung. Diesem Kuratorium gehören gesellschaftlich einflussreiche Persönlichkeiten an, z.B. Frau Bettina Gräfin Bernadotte von der Bodenseeinsel Mainau. Aus einer Vielzahl von nominierten Personen wählte das Kuratorium schließlich etwa 20 Lehrerinnen und Lehrer aus Deutschland, der Schweiz und Österreich aus, wozu auch ich gehörte. Ich habe mich sehr darüber gefreut und es als besondere Ehre empfunden, in diesem Jahr zur Teilnahme ausgewählt worden zu sein und nach Lindau reisen zu können, um an dieser besonderen Veranstaltung teilzunehmen. Und so war ich schon ein wenig aufgeregt, als ich am 27. Juni 2023 in den ICE in Richtung Bodensee stieg.

Wir stellen es uns spannend vor, echte Nobelpreisträger*innen zu treffen. Wie war es für Sie? Kannten Sie bereits welche von ihnen oder deren Forschungsprojekte?

Die Tagung 2023 stand unter dem Thema „Physiologie und Medizin“, die teilnehmenden Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger kamen, neben dem Friedensnobelpreisträger und ehemaligen amerikanischen Vizepräsidenten Al Gore, vor allem aus den Bereichen Naturwissenschaften und Medizin. Sie präsentierten ihre Forschungsergebnisse in kurzweiligen Vorträgen und moderierten entsprechende Podiumsdiskussionen. Es war dabei interessant für mich zu sehen und nachzuvollziehen, welche bahnbrechenden Resultate die Wissenschaftler*innen in ihrem jeweiligen Fachgebiet erzielt haben und mit welchen Methoden sie zum Ziel gekommen sind. Berührt hat mich insbesondere, wie wenig abgehoben sie dabei auftraten; vielmehr ließen sie immer wieder durchblicken, wie ehrfürchtig und dankbar sie dem Erreichten gegenüberstanden, und sie vergaßen auch niemals, ihr Team zu erwähnen, ohne dessen Mitarbeit ein solch persönlicher Erfolg nicht möglich gewesen wäre.

Für mich ferner von besonderer Bedeutung war es, mit Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträgern Chemie zusammenzukommen. Diese Gelegenheit bot sich bei einem gemeinsamen Mittagessen in einem schönen Hotel direkt an der Lindauer Bodenseepromenade, wo wir als eingeladene Lehrkräfte am Tisch die Gelegenheit hatten, mit Prof. Johann Deisenhofer, Nobelpreisträger Chemie aus dem Jahr 1988, zusammenzusitzen und uns auszutauschen. Er interessierte sich sehr für die Kontexte, aus denen wir kamen, und fand an der Idee der Einrichtung des SFZ großes Interesse.

Kurzweilig war auch der Austausch mit Prof. Bert Sakmann, Nobelpreisträger für Medizin aus dem Jahr 1991. Von ihm erfuhren wir in wortreicher Ausführung von dem Moment, als die Nachricht der königlich-schwedischen Akademie ganz früh am Morgen bei ihm eintraf und welch ein Auflauf von Medienvertretern sich unmittelbar darauf einstellte.

Welche neuen Erkenntnisse haben Sie aus Vorträgen und Gesprächen gewonnen und wie werden Sie diese in Ihren Unterricht einbringen?

Ergebnisse moderner Forschung sind immer spannend, auch für Lehrerinnen und Lehrer. Und so war es – wie bereits oben beschrieben - ein besonderes Erlebnis, den Vorträgen einiger Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger gemeinsam mit den anderen teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrern und Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern in der großen Inselhalle in Lindau zuzuhören.

Am Abschlusstag auf der Insel Mainau fand eine Podiumsdiskussion zum Klimawandel statt; die Ideen und Vorstellungen der Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger zum Thema waren interessant; die Redebeiträge einiger junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Thema zeugten von fachlicher Durchdringung und dem festen Willen, sich zu engagieren im Bemühen, dem Klimawandel entgegenzutreten.

Kerninhalt des Programms, das speziell auf die etwa 20 am Programm „Teaching Spirit“ teilnehmenden Lehrer*innen zugeschnitten war, war ein Nachmittag zu praktischen Unterrichtsideen für die naturwissenschaftlichen Fächer. Erarbeitet von den Professor*innen Kerstin Kremer, Justus-Liebig-Universität Gießen, und Stefan Schwarzer, Eberhard Karls Universität Tübingen ging es um den Einsatz von VR-Brillen im Unterricht, die Einbindung der Nobelpreisträgerforschung in den Unterricht an den Schulen und auch um den experimentellen Zugang zum Thema „Nanotechnologie“.  In der Mediathek der Lindau Nobel Laureate Meetings sind zahlreiche Materialien und Informationen zum direkten Abruf hinterlegt. Ein Einblick in die Labore unterschiedlicher Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträgern ist mit Hilfe von Virtual Reality möglich; diese Materialien werde ich der VR-Brillen-AG des SFZ Prümer Land anbieten.  

Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach Nobelpreisträger oder andere bekannte Wissenschaftler in der heutigen Gesellschaft und wie können sie als Vorbilder für junge Menschen dienen?

Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger arbeiten wie alle Wissenschaftler an zentralen Themen, die – so will ich es mal vereinfachend sagen – die Bedingungen für unser Leben in unterschiedlichen und entscheidenden Bereichen verbessern und zukunftsfähig machen können. Sie sind dabei Teil eines Forschungsteams und, ihr Ziel im Blick, bereit, geduldig zu sein, sich von Widerständen nicht entmutigen zu lassen und manchmal auch lange und unbequeme Wege zu gehen. Sie zeigen durch ihr Handeln, dass es sich lohnt, genau hinzuschauen, an der Lösung eines Problems dranzubleiben, Durchhaltewillen zu zeigen, pessimistische Stimmen nicht die Oberhand zu gewähren und nicht aufzugeben bei Rückschlägen. Es sind genau diese Kompetenzen, die wir als Lehrkräfte unseren Schüler*innen mit unseren Angeboten im naturwissenschaftlichen Unterricht und im SFZ vermitteln wollen.

Deutlich wurde mir dies insbesondere in einer Gesprächsrunde mit Frau Prof. Elizabeth H. Blackburn (Nobelpreis Medizin 2009). Für ihre wissenschaftliche Arbeit hat sie die Bedeutung jedes Einzelnen aus dem Team am Erfolg eines Projektes, dessen Wertschätzung und die Kommunikation auf Augenhöhe betont. Die Arbeit als Wissenschaftlerin könne sehr anstrengend sein, man brauche häufig einen „langen Atem“ und Menschen, die an einen glauben und unterstützen.

Für uns Lehrkräfte wurde die Freude an der Begeisterung einer gestandenen Wissenschaftlerin spürbar, wenn die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung das Gefühl hervorbringen, an der Zukunft mitgestalten und Puzzlesteine zum großen Mosaik beitragen zu dürfen. Diese Begeisterung auch bei jungen Menschen zu wecken und zu erhalten, empfinde ich als meine besondere Aufgabe als pädagogische Leiterin des SFZ Prümer Land.

Wie wichtig ist der Austausch mit anderen Wissenschaftlern für Sie persönlich?

Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer - Dies sind gewiss die zentralen Zielsetzungen der Nobelpreisträgertagung. Das Programm sah daher reichlich Gelegenheiten vor, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Bei einem ersten Get-Together nach der Anreise lernte sich zunächst die Gruppe der am Programm „Teaching Spirit“ teilnehmenden Lehrer*innen bei einem Abendessen kennen. Schnell war man im Gespräch über naturwissenschaftlichen Unterricht, dessen Gelingensfaktoren und die besonderen Projekte der einzelnen Teilnehmer*innen. Man erkannte gemeinsame Schwierigkeiten und tauschte sich über Ideen und gelungene Konzepte aus.

Nobelpreisträger „live“ bei Vorträgen über ihre Forschungen zuzuhören und dabei auch zu erkennen, dass auch sie ihre Strategie gelegentlich ändern mussten, um voranzukommen, war beeindruckend und erhellend zugleich.

Die zahlreichen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die aus der ganzen Welt in großer Zahl nach Lindau gereist sind, waren teilweise kaum älter als die Abiturientinnen und Abiturienten des Regino-Gymnasiums.  Es war inspirierend, auch mit ihnen in Kontakt zu treten und zu erfahren, welchen Themen sie sich widmen, wie sie den Weg in die Naturwissenschaften gefunden haben, wer sie begleitet hat bei ihren „ersten Gehversuchen“ des wissenschaftlichen Arbeitens. Nicht selten wurden auch außerschulische Lernorte als Startpunkt für die Forscherkarriere genannt. Genau das stärkt meine Einsicht in die Sinnhaftigkeit meiner Tätigkeit im SFZ Prümer Land.  

Gab es Momente oder Begegnungen, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?

Am sogenannten Bayerischen Abend, zu dem alle Teilnehmer*innen der 72. Nobelpreisträgertagung in eine große Halle eingeladen waren, hatte ich die Gelegenheit, einen weiteren Nobelpreisträger im Fachgebiet Chemie kennenzulernen: Prof. Morten Peter Meldal aus Dänemark. Wir sprachen über seine grundlegende Forschung zur sogenannten Click-Chemie. 1986 nahm er als junger Wissenschaftler bereits an der Nobelpreistagung teil, als „frisch gebackener“ Chemienobelpreisträger (2022) kam er in diesem Jahr wieder.

Ein weiteres Highlight war die gemeinsame Fahrt aller Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer auf dem exklusiv ausgestatteten Eventschiff MS Sonnenkönigin zur Insel Mainau. Ich hatte die Ehre, am Tisch sitzen zu dürfen zusammen mit nicht weniger als drei Nobelträgern, den Professoren Michael W. Young (Nobelpreis Medizin 2017), William G. Kaelin (Nobelpreis Medizin 2019) und Michael M. Rosbash (Nobelpreis Medizin 2017). Schnell kamen wir ins Gespräch. Auch sie berichteten von ihrer Arbeit und dem Moment, als sie von der besonderen Auszeichnung erfuhren. Gleichzeitig waren sie sehr daran interessiert zu erfahren, wie die naturwissenschaftliche Bildung junger Leute in unserem SFZ Prümer Land ausgerichtet ist. Ich habe von der Idee und dem Aufbau des SFZ erzählt, dem vielseitigen altersspezifischen Workshopangeboten, von der Vernetzung in der MINT-Region EIFEL und den breit gestreuten Kooperationspartnern, von den deutschlandweiten Tagungen, bei dem wir unsere Konzepte haben vorstellen dürfen sowie den jüngsten Erfolgen beim Wettbewerb „Jugend-forscht/Schüler experimentieren“.  Unsere Gesprächspartner zeigten sich angetan von der Ausstattung unserer Einrichtung, klickten interessiert die Fotos auf der SFZ-Website, die sie auf ihrem Handy aufriefen, durch. Es war eine schöne Erfahrung, das Interesse der drei Nobelpreisträger an unserer pädagogischen Arbeit und Einrichtung zu spüren.

In Erinnerung bleiben werden mir auch die vielen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt, die der Tagung ebenfalls beiwohnten und mit ihren Beiträgen und Fragen an die Nobelpreisträger*innen die Veranstaltung in besonderer Weise bereicherten. Diese vielen jungen Menschen als Verantwortung übernehmende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von morgen geben berechtigte Hoffnung, dass sich den drängenden Fragen der Menschheit auch zukünftig zugewandt und an Lösungen konsequent gearbeitet wird.

Abschließend kann ich sagen, dass ich sehr dankbar bin, diese Tage der Nobelpreisträgertagung in Lindau habe erleben dürfen. Es waren Tage der ganz besonderen Begegnung.

Film zu Teaching Spirit 2023: https://www.youtube.com/watch?v=ITy6vtGJmLc

Von Lisa Born

Am Donnerstag, den 21. September 2023 wurde das Regino-Gymnasium erstmalig als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet. Die festliche Verleihung fand in Mainz in den Räumen der Akademie und Wissenschaften statt und wurde von Herrn Gesing, dem stellvertretenden Geschäftsführer der Initiative „MINT Zukunft e.V.“, moderiert.

Dieser Auszeichnung ging eine umfangreiche Bewerbung voraus, in der unsere Schule in zehn von 14 Kategorien beweisen musste, dass wir ein großes Engagement im MINT-Bereich aufweisen. Herr Gesing betonte, dass das Regino-Gymnasium bereits seit einigen Jahren einen besonderen Einsatz u.a. im Bereich der AGs und Wettbewerbe zeige und sich nun durch die Erstbewerbung auf den Weg gemacht habe, diesen durch das Zertifikat „MINT-freundliche“ Schule auch deutlich zu machen.

Beispielhaft seien hier einige Punkte genannt, die zu dieser Auszeichnung geführt haben:

  • Ein klares Bekenntnis zu den Fächern Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften

  • Einrichten einer Vielzahl von Grund- und Leistungskursen in den genannten Fächern

  • Großes außerunterrichtliches Engagement im MINT-Bereich durch die Arbeit in mehreren AGs (MINT-AG im Schülerforschungszentrum und vor Ort, Forscher-AG sowie einer Programmier-AG in den vergangenen Jahren) und durch die Teilnahme an einer Vielzahl von Wettbewerben (Känguru-Wettbewerb, Landeswettbewerb Mathematik, Jugend forscht, Leben mit Chemie, Jugend testet, …)

  • Verleihung von MINT-Zertifikaten an Schülerinnen und Schüler nach der 10. Jahrgangsstufe, die sich im MINT-Bereich durch ihr großes Interesse hervorgetan haben.

  • Eine Vielzahl von Fortbildungen der Kolleginnen und Kollegen

  • Eine besonders hohe Anzahl an Mädchen, die sich im MINT-Bereich engagieren und erfolgreich an Wettbewerben teilnehmen

  • Kontinuierliche Förderung der Schülerinteressen auch während des Corona bedingten Lockdowns sowie die Fortführung der Wettbewerbsteilnahmen zu Zeiten des Homeschoolings

Die Auszeichnung nahmen für das Regino-Gymnasium der stellvertretende Schulleiter Herr Welker sowie die MINT-Koordinatorin Frau Born entgegen.

Original Pressemitteilung unter folgendem Link: https://mintzukunftschaffen.de/2023/09/21/auszeichnung-mint-freundliche-schulen-und-digitale-schulen-in-rheinland-pfalz-2023/ 

Von Stephan Welker

Das Regino-Gymnasium führt in diesem Schuljahr in allen Klassen der Jahrgangsstufe 6 in Kooperation mit der Universität Trier das Projekt „Programmieren mit LOGO“ durch. 

In diesem Projekt geht es darum, den Schülerinnen und Schülern erste Einblicke in die Informatik zu geben, indem sie durch das Programmieren in einer „Computersprache“ eigene Erfahrungen sammeln können. 

Für „Programmieren mit LOGO“ kommen Dozenten der Universität Trier aus dem Fachbereich „Informatik“ ans Regino-Gymnasium und führen die Unterrichtseinheiten mit den Klassen durch. 

Geplant sind vier Doppelstunden pro Klasse in einem Zeitraum von vier bis sechs Wochen. 

Das Projekt findet in den Computerräumen des Regino-Gymnasiums statt. Es wird dabei in der online-Lernumgebung der Universität Trier programmiert, die unter folgendem Link erreichbar ist:  https://xlogo.uni-trier.de/release/latest/#/ 

Im Anschluss an das Projekt können die Schülerinnen und Schüler bei Interesse selbstständig in dieser Lernumgebung weiter programmieren und tüfteln, da die Seite frei zugänglich bleibt. 

Wir freuen uns sehr, Ihren Kindern durch „Programmieren in LOGO“ einen ersten Einblick in die so wichtige und unseren Alltag bestimmende Informationstechnologie geben und damit hoffentlich weiterführendes Interesse wecken können. 

Von Lisa Born

Auch im Schuljahr 2022-2023 erhalten wieder mehrere Schülerinnen und Schüler des Regino-Gymnasiums das MINT-Zertifikat.

Das vom Land Rheinland-Pfalz nach der 10. Klasse verliehene Zertifikat zeichnet Schüler*innen aus, die sich in der Sekundarstufe I im Bereich MINT besonders engagiert haben.

Die Schulgemeinschaft gratuliert Elisa Notzon (10p), die das Zertifikat „mit Erfolg“ erworben hat, indem sie seit der 5. Klasse an verschiedenen AGs im MINT-Bereich teilgenommen und bei Mathematik-Wettbewerben erfolgreich war.

Ebenfalls gratulieren wir Judith Wehse (10a1), die das Zertifikat „mit besonderem Erfolg“ erhält. Sie war bereits in der Unterstufe in der Forscher-AG aktiv, hat sich in den letzten beiden Jahren im Schülerforschungszentrum Prüm engagiert und dort u.a. als Mentorin für die AG MINT gearbeitet.

Herzlichen Glückwunsch auch an Fabian Husch (10a1), dem es als zweiten Schüler des Regino-Gymnasiums gelingt, das Zertifikat „mit Auszeichnung“ zu erhalten. Fabian besuchte seit der 6. Klasse die Forscher-AG und war über die gesamte Zeit der Mittelstufe aktiv beim Wettbewerb Schüler experimentieren, wo er gemeinsam mit seiner Mitschülerin Jule Heckters (9a2) an zahlreichen Wettbewerben teilnahm und u.a. den Regionalsieg erreichte. Weiterhin konnte er auch im Bereich der Mathematik-Wettbewerbe Erfolge verzeichnen.

Von Lisa Born

In der letzten Schulwoche vor den Osterferien (27. bis 31. März 2023) nahm die Klasse 7a2 an der digitalen Projektwoche der Stiftung Deutsches Design Museum teil.

In dieser Woche lernten die Schülerinnen und Schüler grundsätzliche Anforderung an ein modernes Produktdesign kennen, das nicht nur nachhaltig und funktional ist, sondern auch ethischen Maßstäben gerecht wird. Immer wieder wurden sie dabei angeregt, kritisch über den eigenen Konsum und dessen Folgen für ärmere Länder nachzudenken.

In Kleingruppen von bis zu vier Schüler*innen entwarfen sie im Laufe der Woche Projektideen, die laut Vorgaben der Jury direkt mit dem eigenen Schulleben in Verbindung stehen sollten, sowie einen ersten Prototypen, der zum Abschluss der Woche in einem Video vorgestellt wurde.

Um ein geeignetes Projekt zu finden, galt es zunächst einmal das eigene Schulleben kritisch zu hinterfragen und zu überlegen, welche Projekte unsere Schule – auch im Hinblick auf den bevorstehenden Umzug in die Holzmodulschule – bereichern könnten.

Die einzelnen Gruppen befassten sich mit den folgenden Themen:

  • Bessere Mülltrennung im Klassenraum

  • Recycling von alten Bechern, z.B. aus dem Kunstraum

  • Wohlfühlen auf dem Schulhof, Schulgarten, Gewächshaus

  • Bienenhotel und Hochbeet

  • Trinkwassergewinnung aus Regenwasser

  • iPad-Laden mit Solarenergie

Die Jury der Stiftung Deutsches Design Museum lobte die Arbeiten der Klasse, die Qualität der selbsterstellten Videos und zeigte sich besonders von zwei Projekten angetan, die sie zu den besten 15 Arbeiten des deutschlandweiten Wettbewerbs zählen.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung an die Projekte:

  • „Mensch und Natur vereint“ (Mila Dünner, Johanna Probst, Lorena Sumann, Maya Krahe)

  • „Be for the bees – Bee a helping hand“ (Anne Pint, Helena Welker, Juliane Hütter, Nele Schmitz)

Auch ohne eine prämierte Platzierung unter den besten drei Projekten Deutschlands erreicht zu haben, können die Schülerinnen der Klasse 7a2 ihre Ideen im Rahmen der Forscher-AG weiter zur Umsetzung bringen. Wir freuen uns, dass wir unsere Forscher-AG um ein Hochbeet-Schulgarten-Projekt werden erweitern können. Auch das Thema Recycling findet direkte Anbindung an die aktuellen Gespräche der Schulgemeinschaft mit den Schulträger.

Und hier geht es zu den Projekt-Videos:

https://vimeo.com/825091657?share=copy

vimeo.com/825094313

Von Lisa Born

Nach Abschluss der 10. Klasse erhielten Peter Nahrings und Silas Thölkes (ehemalige 10p) sowie Linn Schröter, Raphael Krämer und Tim Grewenig (ehemalige 10a2) ihre MINT-Zertifikate. 

Diese Zertifikate – getragen u.a. vom Ministerium für Bildung RLP –  erhalten Schülerinnen und Schüler, die sich in den Naturwissenschaften in den Jahren der Sekundarstufe 1 besonders engagiert haben und erfolgreich waren. Über die gesamte Dauer der Schuljahre 5 bis 10 sammelt jeder Schüler/jede Schülerin Punkte für die Teilnahme an einer AG im Bereich der Naturwissenschaften und/oder für die Teilnahme an einem naturwissenschaftlichen Wettbewerb, wie zum Beispiel dem Känguru- oder Jugend-forscht-Wettbewerb.  

Die fünf Schülerinnen und Schüler der jetzigen MSS 11 haben einige Jahre an der Forscher-AG teilgenommen und bei mehreren Jugend-forscht-Wettbewerben mitgemacht. Ihre Platzierungen waren oft unter den besten drei, darunter auch einige 1. Plätze. (nachzulesen auf unserer Homepage, unter Wettbewerbe Jugend forscht) 

Besonders hervorzuheben sind die Leistungen von Silas Thölkes und Tim Grewenig, die das MINT-Zertifikat mit „besonderem Erfolg“ bzw. „mit Auszeichnung“ erhalten haben. Beide haben über die gesamte Unter- und Mittelstufe hinweg bemerkenswerte Leistungen bei Wettbewerben erzielt. Tim Grewenig hat neben seinen Erfolgen bei Jugend forscht auch einige besondere Erfolge bei Mathematik-Wettbewerben erreicht und u.a. am Mathezirkel der Universität Trier teilgenommen. 

Die Breite an Wettbewerben, die bepunktet werden können, ist groß. Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich an der Pinnwand neben Raum 222 über das Angebot im Bereich Biologie und Chemie informieren oder ihre Fachlehrerinnen und Fachlehrer ansprechen. Bald (November 2021) starten auch wieder die beliebten Wettbewerbe Leben mit Chemie oder die Junior Science Olympiade. Das schöne am Wettbewerb Leben mit Chemie ist, dass er auch problemlos zuhause durchgeführt werden kann, da man meist nur einfache Alltagschemikalien braucht. 

Auch der Wettbewerb Mathe im Advent, bei dem es 24 Aufgaben in der Adventszeit gibt, ist sehr bekannt und lässt das Punktekonto wachsen. 

Von Elisabeth Preutenborbeck

Pro Quadratzentimeter befinden sich auf unserem Handy knapp 4000 von ihnen und auch auf allen anderen Alltagsgegenständen wimmelt es nur so von ihnen. Die Rede ist von Bakterien und Viren. Mikroskopisch klein, sind sie mit bloßem Auge nicht zu erkennen und doch können sie unsere moderne Gesellschaft vollkommen lahm legen und unser medizinisches System und die Forschung an ihre Grenzen bringen.

Doch was genau ist es, was uns krank macht? Mit dieser Frage haben sich die 10ten Klassen im Biologieunterricht auseinandergesetzt und sich genauer mit Bakterien und Viren beschäftigt. In diesem Zusammenhang haben die Schülerinnen und Schüler in Partnerarbeit kreative Modelle zu den verschiedenen Krankheitserregern erstellt, die nun im Kreuzgang und in den Biologiesälen angeschaut werden können.

Insbesondere in der aktuellen Corona-Situation ist es wichtig, zu wissen, was uns da eigentlich krank macht, wie sich solche Krankheitserreger vermehren und wie mögliche Impfstoffe, die derzeit in Studien geprüft und in den kommenden Monaten zugelassen werden sollen, im Körper wirken können. 

Von Anna Lena Ostermann

Wenn die schriftlichen Abiturprüfungen abgeschlossen sind und die letzten Schultage für die Schülerinnen und Schüler eines Abiturjahrgangs angebrochen sind, beginnt eine Zeit für besondere Aktivitäten. So ist es bereits zur Tradition geworden, dass die jeweiligen Vorschulkinder der Integrativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe Prüm e.V. in die Räume des Fachbereichs Chemie des Regino-Gymnasiums kommen und mit Schülerinnen und Schülern eines Chemiekurses experimentieren. Am Freitag, dem 14. Februar 2020, ist es wieder soweit: Neun Vorschulkinder kommen zusammen mit ihren Erzieherinnen – Claudia Keilen-Thommes, Petra Kewes und Ganja Monners – und werden von den jungen Damen und Herren des Grundkurses Chemie (13ch1) empfangen. Rainer Mähling, Vertreter der Schulleitung des Regino-Gymnasiums, und Anna-Lena Ostermann, Schülerin des Kurses 13ch1, begrüßen die kleinen Gäste. An den einzelnen Tischen sind Experimentierstationen von den Abiturienten des 13ch1 sorgfältig vorbereitet und aufgebaut. Die Kinder verteilen sich in Zweierteams auf die einzelnen Stationen und führen die Experimente durch. Die „Großen“ erklären, unterstützen und leiten an .... 

Das Brennen einer Kerze kann immer wieder für verblüffende Experimente herangezogen werden. Stellt man die brennende Kerze in Wasser und stülpt ein Glas darüber, so geht sie aus. Das prognostizieren die Vorschulkinder richtig. Aber: Beim Ausgehen saugt sich Wasser in den Becher, die Kerze wird angehoben. Das wiederum sorgt für großes Erstaunen. Warum? Der bei der Verbrennung des Wachses unter dem Glas verbrauchte Sauerstoff wird durch Wasser ersetzt.  

Ein ungewöhnliches Farbenspiel der besonderen Art bieten einfache Filzstifte und Smarties: Malt man ein beliebiges Muster mit einem Filzstift auf ein Stück Filterpapier, welches durch ein Röhrchen mit Wasser in Verbindung steht, so werden seine einzelnen Farbbestandteile aufgetrennt und sichtbar. So setzt sich die Farbe Schwarz beispielsweise aus den Farben Rosa, Gelb, Orange und Blau zusammen. Erstaunlich, oder? Füllt man eine Petrischale mit bunten Smarties und gibt Wasser über diese, so nimmt das Wasser die bunten Farben der Smarties auf, während letztere sich entfärben und weiß werden.   

Aus zusammengerührten „Haushaltschemikalien“ wird ein bunter, heftig sprudelnder Vulkan. Bunte Schaummassen im Standzylinder entstehen beim Zusammenschütten von Essig mit Backpulver in Anwesenheit von Spülmittel und Lebensmittelfarbe und breiten sich großflächig über den Tisch aus … eine kleine Ferkelei, die viel Freude macht.  

Das Thema „Fliegen“ wird ebenfalls in den von den „Großen“ vorbereiteten Experimenten berücksichtigt: Eine brennende Teebeutelrakete saust bis zur Decke des Chemiesaals; ebenso wird Elefantenzahnpasta gezaubert, die durch starkes Aufschäumen bis zu 2 Meter in die Luft geschleudert wird. Am Ende gibt es einen verdienten „Forscher-Orden“, bevor sich alle zum finalen Experiment auf den Schulhof begeben.   

Auch hier geht es um eine Rakete, die durch reinen Wasser- und Sauerstoff in einer 0,5 L – Flasche angetrieben wird. Durch die sogenannte Knallgasreaktion kommt es zu einer heftigen Detonation nach Zündung des Gasgemisches mit einer Kerze an einem Besenstiel; die Flasche wird ca. 20 Meter in die Luft katapultiert, man hört einen lauten Knall. Ein gelungener Abschluss, der große und staunende Kinderaugen hervorruft…   

Für mich war es schön, zu sehen, wie wir alle zusammen experimentiert haben und sich die „Großen“ um die „Kleinen“ kümmerten. Schüler wie Vorschulkinder hatten Spaß an dieser doch etwas anderen Form von Unterricht, die anfängliche Unsicherheit war schnell verflogen. Ich finde es toll, wie man die Kinder begeistern kann und wie neugierig sie sind. - Für uns war diese Chemiestunde sicherlich eine echte Herausforderung, allerdings auch eine sehr bereichernde Erfahrung.

„Die Selbstständigkeit der Kinder war noch beeindruckender als die Experimente selbst. Und am Ende des Tages gibt es nichts Schöneres, als die staunenden Gesichter der kleinen Wissenschaftler zu sehen.“ (Hannes Keller)

Von Tijmen Vos, Klasse 8P

Das 'Weekend van de Wetenschap' ist eine niederländische Veranstaltung für Wissenschaft und Technologie, die jedes Jahr am ersten Wochenende im Oktober stattfindet. Man kann dann verschiedene Forschungsinstitute, Universitäten und Museen in den Niederlanden besuchen. Der Zweck ist es, allen zu zeigen, wie wichtig Wissenschaft und Technologie sind. ESTEC in Noordwijk aan Zee ist die größte Niederlassung der Europäische Weltraumorganisation ESA, (European Space Agency). Nur einmal im Jahr öffnet ESTEC die Türe für alle, die in Raumfahrt interessiert sind. Während des Tages der offenen Tür, wofür man sich vorher anmelden muss, war zu sehen wie die ESA den Weltraum auf der Erde für Experimente und Tests simuliert. Die meisten Freiwilligen erklärten auf Englisch die Technologien, die auf die Erde angewendet werden können, weil sie im Weltraum erprobt wurden. 2019 ist das Jahr des Mondes, in dem Apollos Erfolge weltweit gefeiert werden. Deswegen waren neben den niederländischen Astronauten André Kuipers auch Rusty Schweickart und Walt Cunningham anwesend, die in den 1960er Jahren für die NASA arbeiteten. Sie gehörten zu den ersten, die im Weltraum Experimente durchgeführt haben, wie das Testen des Mondlander „Lunar Modul“ und die erste Raumanzug im Weltraum. Die große Überraschung war, dass auch Alexander Gerst anwesend war und er fand es gut, dass ich ihm eine Fragen stellen konnte, nämlich: Wäre der Mondkern warm genug, um die Wärme für die unterirdischen Höhlen des Mondes bzw. sie als Energiequelle zu nutzen? Er antwortete, dass man die Wärme nicht nutzten könnte, aber das die Höhlen auf dem Mond warm genug wären, um dort zu leben. Alexander Gerst hat auch das Buch "199 Tage im All" unterschrieben, das ich mitgebracht hatte. An diesem Tag traf ich auch die Ein-Stein-Tüftler, eine Gruppe Schüler von einer AG des Albert-EinsteinGymnasiums aus Magdeburg. Sie zeigten den Besuchern dort als "First Lego League-Team" Gewinner das Roboterspiel "Into Orbit" und ihre "Mission Moon-Model“ einer Mondbasis. Es gab viel zu viel zu sehen für nur einen Tag, wie zum Beispiel der Glow-in-the-dark Raum, wo mit fluoreszierenden Pflanzen experimentiert wird. Die ESA wird in Zukunft mit Infrarot untersuchen, wie produktiv oder wie krank die Pflanzen auf Felder und in Wälder sind. Hypergravity centrifuge ist ESA’s große Zentrifuge, die sich hinter Panzerglas befindet, welches für die Erzeugung extremer Schwerkraft zuständig ist, die für wissenschaftliche Experimenten benutzt wird. Gerade als ich da war, wurde eine Test gemacht, bis 20 G (20 x Erdschwerkraft). ESTEC’ testet auch einen unbemannten Shuttle Bus, der seine eigene Position durch Gebrauch einer Kombination von Satelliten, ein Laser Radar, Bewegungssensoren und einer Kamera berechnet. Besucher wurden breit informiert über ESA Education für Grundschule und Weiterführende Schulen, welche ein breites Angebot bieten von Initiativen, die sich auf den Unterricht über den Weltraum in Bezug auf Wissenschaft, Technologie, Architektur und Mathematik in Schulen konzentrieren. In Deutschland gibt es ESERO, ein gemeinsames Project der ESA und DLR (Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt). ESERO hat das Ziel, Schüler und Schülerinnen in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Themen der Raumfahrt werden hierzu spannend dargeboten, wie zum Beispiel CanSat, MoonCamp, Climate Detectives, Mission X und AstroPi. Bitte siehe; http://esero.de/aktionen

Info zur Ein-Stein-AG unter http://www.gym-einstein.de/einstein-gym/index.php/de/ausserunterrichtliches/arbeitsgemeinschaften-im-schuljahr-2018-2019/aeg-ein-stein-tueftler