Von Jacqueline Pradella-Binte

Sophie Becker erhält für ihre herausragenden Leistungen beim 36. Landeswettbewerb Alte Sprachen ­­– Certamen Rheno-Palatinum – im Fach Latein den zweiten Hauptpreis in der Jahrgangsstufe 11

Am 19. Mai 2022 fand in Bad Sobernheim in feierlichem Rahmen die Preisverleihung des Landeswettbewerbs Alte Sprachen – Certamen Rheno-Palatinum – statt. In einem Festakt wurden den Preisträgern und Preisträgerinnen ihre Urkunden und Preise überreicht.

Sophie Becker hat an den ersten beiden Runden des Wettbewerbs teilgenommen und mit ihren überragenden Leistungen sowohl bei der Übersetzung und Interpretation als auch durch ihre angefertigte Hausarbeit, in der sie sich mit dem antiken Mythos „Orpheus und Eurydike“ und dessen Rezeption in der modernen Literatur beschäftigte, die Juroren überzeugt. Sophie erhielt den Preis der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft und ein Abonnement der Zeitschrift „Alte Welt“ und konnte sich aufgrund ihrer herausragenden Ergebnisse in den beiden ersten Runden für die Teilnahme an der dritten Runde des Certamen Rheno-Palatinum qualifizieren. Wir wünschen Sophie für die Teilnahme am Kolloquium im September 2022 viel Erfolg!

Von Jacqueline Pradella-Binte

Insgesamt sechs Schülerinnen und Schüler des Regino-Gymnasiums gehören in diesem Jahr zu den Preisträgern des Certamen Rheno-Palatinum.

Jahrgangsstufe 11 (2021):

Leo Backes (Altgriechisch)

Sophie Becker (Latein)

Britta Wonner (Latein)

Fabian Keller (Latein)

Jahrgangsstufe 12 (2021):

Katharina Keil (Latein)

Jakob Backes (Latein)

Damit gehört das Regino-Gymnasium Prüm landesweit zu den Schulen mit den meisten Preisträgern in diesem Wettbewerb. Eine besondere Anerkennung verdient die Leistung von Sophie Becker. Als Anerkennung für ihre Klausur erhält sie den zweiten Hauptpreis in ihrer Jahrgangsstufe.

An diesem Wettbewerb, der jährlich gemeinsam vom Ministerium für Bildung und vom Landesverband Rheinland-Pfalz des Deutschen Altphilologenverbandes veranstaltet wird, können Latein- und Griechischlernende der 11. und 12. Jahrgangsstufe teilnehmen. In der 1. Runde des Wettbewerbs müssen diese einen anspruchsvollen Text aus der jeweiligen Fremdsprache ins Deutsche übersetzen und anschließend – auch unter Einbeziehung aktueller Zeitgeschehnisse – interpretieren. Alle Preisträgerinnen und Preisträger, denen als Anerkennung neben einer Urkunde auch Geld- und Buchpreise verliehen werden, haben nach dem Erreichen der 2. Runde des Wettbewerbs die Möglichkeit, eine Hausarbeit zu einem vorgegebenen Thema einzureichen. Die besten Hausarbeiten werden ebenfalls prämiert und ermöglichen die Teilnahme an der 3. Runde des Wettbewerbs, einem Kolloquium an der Universität Mainz, nach dessen erfolgreichem Bestehen den besten drei Teilnehmenden ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes verliehen wird.

Sophie Becker, Britta Wonner und Leo Backes haben im Januar 2022 ihre Hausarbeiten zu diesem Wettbewerb eingereicht. Dabei haben sich Sophie und Britta mit dem Mythos um „Orpheus und Eurydike“ in den Metamorphosen Ovids und deren Rezeption in der modernen Kunst und Literatur beschäftigt. Leo hat die Darstellung des Odysseus im 5. Gesang der homerischen Odyssee untersucht und selbst ein Rezeptionsdokument verfasst, in dem er die innere Verfassung des Helden beschreibt.

Die Fachschaften Latein und Griechisch gratulieren allen genannten Preisträgerinnen und Preisträgern zu diesem beeindruckenden Ergebnis und wünschen den Teilnehmenden an der 2. Runde viel Erfolg!

Von Lisa Born

Der Lateinleistungskurs der Jahrgangsstufe 11 hat die Methode „Blackout-Poetry“ auf Catulls carmina angewandt. Ob der Dichter mit unserer Deutung so einverstanden wäre? Welche Deutung ist dein Favorit? Schaue doch mal im Foyer gegenüber der Litfaßsäule vorbei und werde selbst kreativ!

Was ist eigentlich Blackout-Poetry?

Blackout-Poetry geht zurück auf den amerikanischen Schriftsteller Austin Kleon, der Zeitungsartikel schwärzte und nur bestimmte Wörter stehenließ, die dann einen neuen Text ergaben.

Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt: Anstelle des reinen Schwärzens von Wörtern können einzelne Wörter des Textes in verschiedenen Formen und Farben angemalt werden, sodass z.B. Symbole entstehen, die zum Inhalt des Textes passen (Sterne, Herzen, Wellen, …).

Es können auch neue Wörter ergänzt werden, um dem Inhalt passend zur eigenen Interpretation zu erweitern.

Theoretisch kann auch versucht werden, den Inhalt komplett umzudeuten.

Wenn du das auch gerne ausprobieren willst, kopiere dir z.B. eine Seite aus deinem Lieblingsbuch oder aus der aktuellen Deutsch-/Englisch-/Französisch-/Latein-Lektüre, nimm einen schwarzen Filzstift zur Hand und los geht´s!

Falls du Teil der kleinen Ausstellung werden möchtest, gib dein Produkt (Name, Klasse und Titel & Autor des Buches nicht vergessen) bei Frau Born im Lehrerzimmer ab.

Von Susanne Schmitt 

Beim 35. Landeswettbewerb der Alten Sprachen 2020, dem Certamen Rheno-Palatinum, hat Katharina Keil den 1. Preis im Fach Latein der Jahrgangsstufe 11 erreicht. Die Klausur zum Thema „Der richtige Umgang mit der Zeit“ basierte auf dem ersten Brief der epistulae morales des römischen Philosophen Seneca, der darin (nicht nur) seinem Freund Lucilius darlegt, was er über den richtigen Umgang mit dem für ihn wertvollsten Gut zu wissen glaubt: Sie allein, die Zeit, gehöre ganz jedem Einzelnen, wohingegen alles andere fremdes Eigentum sei (omnia […] aliena sunt, tempus tantum nostrum est). Demzufolge sei es wichtig, die Zeit nicht sinnlos verstreichen zu lassen, sondern im Bewusstsein des täglich näherkommenden Lebensendes zu nutzen.  

Katharina überzeugte die Jury nicht nur durch ihre hervorragende Übersetzung, sondern auch durch eine besonders gelungene Interpretation des lateinischen Textes. Die Fachschaft Latein gratuliert dir, liebe Katharina, ganz herzlich und drückt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern fest die Daumen in der neuen Wettbewerbsrunde am 22. und 24. Juni 2021. 

Von Stephan Welker

Eva Wagenknecht aus Dasburg hat es geschafft. Die Schülerin des Regino-Gymnasiums, die in wenigen Wochen ihr Abitur ablegen wird, ist in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen worden. 

Üblicherweise wird man für die Studienstiftung vorgeschlagen und muss ein Bewerbungsverfahren durchlaufen. 

Eva hat mit ihrem Talent und ihrer Begeisterung für die alten Sprachen einen anderen Weg gefunden: 

Im rheinland-pfälzischen Wettbewerb für alte Sprachen (Certamen Rheno-Palatinum) hat sie im Jahr 2019 den 2. Platz in Latein und den 3. Platz in Altgriechisch belegt. Dafür wurde sie mit dem Thomas-Morus-Preis ausgezeichnet und zur zweiten Stufe des Wettbewerbs zugelassen. In einer Hausarbeit über drei Monate zum Thema „Nero – ein umstrittener Herrscher“ überzeugte sie die Juroren und wurde mit dem Preis der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft ausgezeichnet. Damit hatte sie die 3. Stufe des Wettbewerbs erreicht. 

In einem Kolloquium an der Universität in Mainz wurden aus den verbliebenen acht Teilnehmern zwei junge Menschen ausgewählt, die aufgrund ihrer Fähigkeiten und ihrer Persönlichkeit in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen werden. 

Und seit wenigen Tagen ist klar:  Eva Wagenknecht ist eine der beiden neuen Stipendiatinnen! 

Neben der großzügigen finanziellen Unterstützung durch die Studienstiftung profitieren die Stipendiaten auch von zahlreichen Kontakten und Netzwerken, die sie für ihre berufliche Karriere knüpfen können. Ein paar Namen?  Eckhart von Hirschhausen (Kabarettist), Igor Levit (Pianist), Petra Gerster (Fernsehjournalistin), Bernhard Grzimek (Tierfilmer), Heinrich August Winkler (Historiker), Antje Vollmer (Politikerin). Sie und viele andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens waren Stipendiaten der deutschen Studienstiftung. 

Das Regino-Gymnasium ist sehr stolz auf seine Schülerin. Wir gratulieren Eva ganz herzlich zu diesem tollen Erfolg!  

Von Franziska Stortz und Maria Munkler, 10a3

Wir, die Klassen 10a2 und 10a3 haben gemeinsam mit unserer Lateinlehrerin Frau Born ein Projekt zum Thema Harry-Potter-Zaubersprüche durchgeführt.

Hierzu haben wir zahlreiche Plakate gestaltet, welche zum Teil vor der Hausmeisterloge ausgestellt sind. Wir konnten zwischen zwei Varianten entscheiden, wobei wir bei der ersten für jeweils einen Spruch die Übersetzung, eine Erläuterung der Grammatik/ der Kunstform und dessen Einsatzmöglichkeiten herausarbeiten sollten. Außerdem war es wichtig, mit z.B. Comics oder selbst nachgespielten Szenen kreativ zu sein.

Bei Variante 2 mussten wir ein Plakat als optisch ansprechende Lehrbuchseite aus einem Zauberlehrbuch gestalten. Diese Seite sollte eine mögliche Übersetzung der Zaubersprüche, eine kurze grammatikalische Erläuterung und den Einsatzbereich von vier Zaubersprüchen beinhalten.

Uns hat dieses Projekt als Abwechslung zum normalen Unterricht viel Spaß gemacht.

Der römische Dichter Ovid beschreibt in seinen Metamorphosen (Verwandlungsgeschichten) unter anderem die Entwicklung vom goldenen Zeitalter zum eisernen Zeitalter.

Hatte der Mensch im goldenen Zeitalter ohne Nöte und Ängste, ohne Krieg, Hunger und Entbehrungen in völliger Freiheit und Sicherheit gelebt, in paradiesischen Zuständen sozusagen, war das eiserne Zeitalter geprägt von Rechtlosigkeit, Krieg, Feindschaft, Verbrechen, Grenzüberschreitungen und Ausbeutung.

Annika Burggraf (MSS 12) hat als freiwillige kreative Aufgabe im Leistungskurs Latein dieses eiserne Zeitalter in einer beeindruckenden Collage mit originalen Textzitaten aus den Metamorphosen, aber auch mit Bezügen zur Gegenwart dargestellt und veranschaulicht.

Von Stephan Welker