Von Martin Leineweber

Die Studienfahrt der jetzigen Jahrgangsstufe 13 musste im vergangenen Jahr wegen Corona abgesagt werden. Die Ziele – Gardasee und Südfrankreich - hatten schon festgestanden. Doch es sollte nicht sein. Ein wesentliches, nicht zuletzt gemeinschaftsstiftendes Element der Oberstufe, drohte ganz wegzufallen. Doch Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und die Schulleitung gaben nicht auf, nach Lösungen zu suchen. Man fand einen Ersatzzeitraum und ein Ersatzziel, das – wie sich herausstellen sollte – nur vermeintlich als Notlösung galt: Saarbrücken. 

“Alles in allem war es super cool, auch wenn es ‘nur’ Saarbrücken war,” schreibt eine Schülerin oder ein Schüler ins Reisetagebuch.  

Auf dem Hinweg gab es den ersten Stopp an der Saarschleife bei Orscholz. Die Wanderung reichte von der Talsohle bis hoch hinauf auf den Aussichtsturm des Baumwipfelpfades.  

In der Europa-Jugendherberge Saarbrücken wartete das erste Abendessen auf die Gruppe und danach eine erste abendliche Stadterkundung. 

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte war einigen Teilnehmern bereits bekannt. Doch der Gang durch und auf die Stahlkolosse am Dienstagmorgen fesselte sowohl Kenner als auch Erstbesucher.  

Der Nachmittag wurde mit einem Essen in der Mensa der Universität des Saarlandes eingeleitet. Danach galt es, den Campus und seine Fachbereiche zu erkunden. Bei den geführten Touren standen der Olympia-Stützpunkt und die Hermann-Neuberger-Sportschule im Vordergrund.  

Der Abend entwickelte sich in der Saarbrücker Innenstadt zu einem ersten geselligen Höhepunkt der Fahrt. 

Mittwochs ging es nach Metz. Die lothringische Metropole ist reich an historischen Schätzen, wie sich während der Stadtführung herausstellte. Beim Besuch im Cour d’Or, dem Städtischen Museum, konzentrierte sich die Gruppe auf die analytische Betrachtung antiker Grabmale, die viel über die Gallo-Römische Vergangenheit verrieten. 

Zurück in Saarbrücken gab es passend zum Tagesprogramm eine Quiche-Lorraine in einem Traditionslokal am Schlossplatz. 

Donnerstags gab zunächst die Naturwissenschaft den Ton an beim Besuch im Dynamikum Primasens. Hinter den Phänomenen, die in meist spielerischer Art und Weise präsentiert werden, verbergen sich bahnbrechende Erkenntnisse. 

Am Nachmittag teilte sich die Gruppe und besuchte wahlweise das große Hallenbad, die Trampolinhalle oder das historische Museum. 

Der Abend gehörte der Kultur: Auf dem Platz vor dem Staatstheater war der Cirque de Bouffon zu Gast und in der Alten Feuerwache, einem alternativen Spiel-Ort, wurde “Trüffel, Trüffel, Trüffel” von Eugène Labiche gegeben.  

Freitags ging es dann über die Stadt Luxembourg zurück in die Eifel.  

Ein weiteres Schülerzitat aus dem Reise-Tagebuch soll diesen Bericht abrunden: “Alles in allem war es eine schöne Zeit, auch wenn es nicht Südfrankreich, sondern Metz und Saarbrücken war. Eigentlich können wir glücklich sein, dass wir überhaupt aufgrund der Corona-Lage gefahren sind (Smiley)”