Von Albrecht Petri

Ein schöner und wichtiger Impuls aus dem Mainzer Bildungsministerium erreichte uns am Dienstag, als unsere Bildungsministerin, Frau Dr. Stefanie Hubig, der Schulgemeinschaft mitteilte, dass unser Antrag auf Einrichtung einer Ganztagsschule in Angebotsform „bei der Auswahlentscheidung  zum  1. August 2021 berücksichtigt“ werden konnte. Es geht also im Sommer 2021 los! 

Die Spielregel der ADD lautet: „Die Ganztagsschulen in Angebotsform sehen in der Regel an vier Tagen in der Woche ein Angebot von 8.00 bis 16.00 Uhr vor. Die Teilnahme am Ganztagsschulangebot ist freiwillig. Nach der Anmeldung ist die Teilnahme aber für mindestens ein Schuljahr verpflichtend.“  

Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I. Wir planen ein sogenanntes „additives Modell“, d.h. es gibt keine Ganztagsklasse. Der Vormittag unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von dem bisher Gewohnten. Die Kinder kommen aus den verschiedenen Klassen in das Nachmittagsangebot. 

Sie, liebe Eltern, erinnern sich gewiss an den gemeinsamen Brief an die Eltern der Klassenstufe 5 bis 10, in dem Schulelternbeirat und Schulleitung fragten, wer von Ihnen an einem solchen Angebot „ernsthaft, aber unverbindlich“ interessiert sei. Mit dem Ergebnis dieser Umfrage konnten wir die Antragshürde locker überspringen. Die Ursachen für dieses Interesse waren schon zuvor in vielen Gesprächen deutlich geworden: eine in Teilen veränderte Lebenswirklichkeit von Kindern und Eltern, das Vorbild der Grundschulen, demographische Effekte und - ganz konkret - die erkennbare hohe Zahl an Schülerinnen und Schülern auch der Unter- und Mittelstufe, die sich nachmittags in unserer Schule aufhalten. Kurz: Die Zeit für unseren Antrag war reif. Er wurde untermauert durch die klare Zustimmung aller Gremien unserer Schulgemeinschaft, er wurde bewilligt durch unseren Schulträger, den Eifelkreis Bitburg-Prüm (der TV berichtete über die Schulträgerausschuss-Sitzung am 14.01.2020), er wanderte dann, unterschrieben von unserem Landrat, Herr Dr. Joachim Streit, nach Mainz und kam nun, wie gesagt, als schöner und wichtiger Impuls zurück. Sehr herzlich danke ich allen, die an dieser für die Entwicklung des Regino-Gymnasiums zentralen Entscheidung mitgewirkt haben.  

Wir haben also während des nächsten Schuljahres Zeit, uns im Dialog mit den Beratungsstellen und in diesem Bereich erfahrenen Schulen auf die konkrete Umsetzung unseres Konzeptes vorzubereiten. Der Countdown läuft… 

Aber jetzt gibt es erst einmal Ferien. Die sind hochverdient: Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern dieser Zeilen schöne, erholsame und inspirierende Ferien und verbleibe mit den besten Grüßen 

   

Von Fritz-Peter Linden

Die Landesregierung hat fünf Schulen in Rheinland-Pfalz die Möglichkeit eröffnet, ihr Angebot auf ein Ganztagsprogramm auszuweiten. Eine davon: das Regino-Gymnasium Prüm.

Prüm (fpl) Die Landesregierung in Mainz hat fünf Schulen in Rheinland-Pfalz die Möglichkeit eröffnet, ihr Angebot auf ein Ganztagsprogramm auszuweiten. Eine davon: das Regino-Gymnasium Prüm. An den rheinland-pfälzischen Schulen sollen Kinder und Jugendliche „entsprechend ihrer Interessen und Begabungen in einem durchlässigen System gefördert“ werden, sagt Bildungsministerin Stefanie Hubig. „Damit das so bleibt, entwickeln wir unsere Schulen weiter und stärken die Angebote vor Ort.“

Das gilt im aktuellen Fall für fünf Orte mit vier Grundschulen (Guntersblum, Koblenz, Betzdorf und Ludwigshafen) und einer weiterführenden Einrichtung –  dem Regino-Gymnasium in Prüm. Vom Sommer 2021 an besteht dort die Option zur Errichtung einer Ganztagsschule – in der Sekundarstufe 1, den mittleren Jahrgängen bis zur zehnten Klasse.

Das Landesprogramm zum Ausbau des Ganztagsschulnetzes besteht seit 2002. Sollten alle Errichtungsoptionen eingelöst werden, teilt die Landesregierung mit, gäbe es von Herbst 2021 an landesweit 754 Ganztagsschulen in Angebots- oder in verpflichtender Form.

Falls die jetzt mit einer Option ausgestatteten Schulen dabei sein wollen, müssen sie bis zum 15. März 2021 die vorgeschriebenen Mindestzahlen an verbindlichen Anmeldungen für das Ganztagsangebot im Schuljahr 2021/2022 nachweisen. Grundschulen brauchen dafür mindestens 36 Anmeldungen, in weiterführenden Schulen sind es mindestens 54.