Von Britta Wonner und Sophie Becker (MSS 12)

Am Mittwoch, den 29. Juni 2022, brachen wir gemeinsam mit Frau Eich morgens zur Landes-Preisverleihung des 69. Europäischen Wettbewerbs nach Mainz auf. Dort angekommen wurde uns nach einer freundlichen Begrüßung das Tagesprogramm vorgestellt: Die jüngeren Preisträger besuchten das Dommuseum und die älteren, zu denen auch unser Englischkurs 12e1 gehörte, die jüdische Synagoge in der Mainzer Neustadt. Dort wurden wir zunächst von ihrer besonderen architektonischen und modernen Gestaltung in Atem gehalten. Auch das Innere der Synagoge konnte durch viele Besonderheiten, wie z.B. die vollständig in goldener Farbe gestrichenen Wände und die darin eingearbeiteten hebräischen Schriftzeichen, überzeugen. Nachdem wir bei einem interessanten Vortrag im Gebetsraum unter anderem erfahren hatten, dass die Synagoge erst im Jahr 2010 wiedereröffnet worden war, weil die vorherige aufgrund der Zerstörung durch den Zweiten Weltkrieg hat abgerissen werden müssen, durften wir uns selbst einige Ausstellungsstücke und Informationstafeln anschauen. Im Anschluss an den Synagogenbesuch fand ein lebhaftes Podiumsgespräch über Europa und Bildung statt. Hieran schloss sich die eigentliche Preisverleihung an, bei der Bilder der Preisträgerprojekte an eine Wand projiziert wurden, sodass alle Anwesenden einen Einblick in die kreativen Ideen zum diesjährigen Wettbewerbsthema „Nächster Halt Nachhaltigkeit“ gewinnen konnten. Eingereicht worden waren zahlreiche selbstgemalte Bilder, aber auch Texte, Filme und Lieder. Wir, der Englisch-Grundkurs 12e1, haben den Sonderpreis zum Thema Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erhalten. Außerdem waren wir die einzigen Preisträger, die sich zur Präsentation ihrer Ideen für eine Instagram-Seite entschieden hatten (@covid_lessons_learned).

Voller schöner Eindrücke sind wir wieder zurück nach Prüm gefahren.

Von Sophie Becker, Sophia Faasen und Jan Lichter (alle MSS 12)

Die Corona-Pandemie begleitet uns nun seit zwei Jahren, stellt uns vor enorme Herausforderungen und hat unser Leben maßgeblich verändert und teilweise auf den Kopf gestellt. Das erlebt man natürlich als Jugendlicher noch extremer. Dennoch sitzen wir alle im „gleichen Boot“ und sollten nicht die wichtigen Ziele der Politik Europas aus den Augen verlieren, zum Beispiel den Umweltschutz oder den Zusammenhalt der einzelnen Staaten. Es gibt viele Möglichkeiten, auf aktuelle Probleme aufmerksam zu machen. Eine davon ist der Europäische Wettbewerb, der dieses Jahr zum 69. Mal stattfindet und diesmal das Thema „Nächster Halt: Nachhaltigkeit“ behandelt.

Unser Ziel ist eine interessantere Präsentation der Informationen, die die Jugend anspricht und innovativer ist, als simple Plakate. Daher haben wir im Rahmen des Wettbewerbs eine digitale Museums-Ausstellung auf Instagram realisiert. Unsere Seite findet man unter dem Titel „covid_lessons_learned“, die die Folgen, Chancen und Probleme in verschiedensten Bereichen Europas und der Schule in Bezug auf die Pandemie thematisiert. Auch einige Zukunftsvisionen wurden entwickelt, um Denkanstöße für ein besseres Europa in die Köpfe der Menschen zu rufen. Nach ersten Startschwierigkeiten und kleineren Hürden wurde klar, wie wir die Aufgaben der Museums-Ausstellung im Kurs aufteilen und die Kernthemen der jeweiligen Probleme herausarbeiten mussten. Nach einigen Wochen Arbeit und Unterstützung von Frau Eich, die uns die Wettbewerbsteilnahme erst ermöglicht hat, kam es schließlich zur Einsendung unseres Beitrags.

Unter 1700 Teilnehmern wurden wir mit einem sehr erfreulichen 1. Platz in der Wertung der Sonderaufgabe „Neustart in Europa“ im Land Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Unser Kurs ist eingeladen an der Siegerehrung in Mainz teilzunehmen und dort einen Preis entgegenzunehmen. Außerdem wird unser Projekt an die Bundesjury weitergeleitet, die Ende März tagt. Wir hoffen natürlich auf eine weiter erfolgreiche Teilnahme.

Wenn ihr nun eure Zukunftsvisionen und Ideen teilen wollt oder euch generell für das Thema Europa interessiert, dann besucht doch unsere Instagram-Seite „covid_lessons_learned“ und erlebt unser digitales Museum. Jeder Kommentar ist willkommen und wir freuen uns über jeden, der uns etwas schreibt (gerne auch auf Englisch).

Von Bea Schilling (Bilder per Klick vergrößern)

Als Frau Eich uns im Dezember letzten Jahres vorschlug, für einige Wochen im Geschichtsunterricht an einem Projekt für den 67. Europäischen Wettbewerb zu arbeiten, waren wir nicht nur interessiert wegen der Abwechslung zum regulären Unterricht. Wir waren auch glücklich, weil uns so viel Selbstständigkeit und Verantwortung gegeben wurde, wie man es sonst in der Schule eher selten erlebt. Die Idee: ein Kalender für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im Jahr 2020; sechs Blätter für die sechs Monate, in der diese im Amt sein wird.

Zunächst sammelten wir Themen, die Europa und uns betreffen, welche also sinnvoll in dieses Projekt integriert werden konnten. Der Kalender sollte eine Erinnerung an die zentralen Werte Europas und unsere Forderungen an die Politik sein. Schließlich entschieden wir uns für allgemeine EU-Werte, Umwelt, ein Feiertag für Europa, EU & Rüstungsexporte, Brexit sowie Toleranz & Diskriminierung in Europa. Wir teilten uns in sechs Gruppen auf, um uns dann auf die einzelnen Kalenderseiten zu konzentrieren. Persönlich kann ich sagen, dass meine Gruppenmitglieder und ich viel Spaß bei der Entwicklung unseres Teilprojekts hatten. Wir beschäftigten uns mit Toleranz, beziehungsweise deren Mangel, in Europa. Durch unsere Recherche erfuhren wir von einigen Konflikten, von denen wir entweder gar nichts wussten oder deren Ausmaßen wir uns nicht bewusst waren. Es war also keine Auszeit, ganz im Gegenteil. Wir haben viel dazugelernt und es war deutlich erkennbar, dass die gesamte Klasse sich für die ernsthafte Teilnahme an diesem Projekt begeistern konnte.

Umso erfreulicher war es als uns dann die Nachricht erreichte, dass wir mit unserem Beitrag den 1. Platz auf Landesebene erhalten hatten. Wir hatten nicht wirklich etwas erwartet, weshalb es besonders schön war, zusätzlich zur lehrreichen Erfahrung auch so eine besondere Anerkennung zu gewinnen. Insgesamt kann ich nur Positives über diese Zeit sagen und ich hoffe, dass in Zukunft solche Aktionen öfter in den Unterricht mit eingebracht werden. Es ist interessant und meiner Ansicht nach wichtig, sich mit kulturellen und politischen Themen zu befassen, die über den Lehrplan hinausgehen, und das nicht nur innerhalb der europäischen Grenzen.