Von Eva Wagenknecht

Am 31. Oktober 1517, vor 502 Jahren, beschoss Martin Luther, mit seinen Thesen, seiner Kritik, seinem Protest gegen die katholische Kirche an die Öffentlichkeit zu gehen.

Einige Schülerinnen und Schüler des Regino-Gymnasiums hatten sich unter der Leitung von Frau Faschin und Frau Kords entschlossen, es Luther in gewissem Sinne gleich zu tun, und nicht länger über Dinge zu schweigen, über die man endlich sprechen muss.

Sei es Massentierhaltung, Plastik im Meer, globale Ressourcenverschwendung, die Abholzung des Regenwaldes, der außer Kontrolle geratene Konsum, Luftverschmutzung oder die grundsätzlichen Gefahren des Klimawandels: Können wir es uns leisten, darüber nicht zu reden?

Wir meinen: Nein. Wir dürfen nicht länger die Augen verschließen. Darum finden sich in den Räumen Fakten, die wir am 31. verteilt haben, darum stehen in der Eingangshalle Pinnwände mit Informationen, die jeder Person zugänglich sind. Darum sind wir an die Öffentlichkeit gegangen.