Liebe Eltern,                                                                       Prüm, den 14.01.2021

zunächst und vor allem hoffe ich, dass Sie mit Ihren Familien das neue Jahr 2021 gut beginnen konnten, auch wenn Corona unser Leben und unsere Handlungsräume weiter einengt. Seit fast zwei Wochen befinden wir uns im Fernunterricht. Die Rückmeldungen, die mich bisher erreicht haben, sind in der Summe beruhigend. Der Fernunterricht funktioniert. Das hat nicht nur mit der tragfähigen und belastbaren Software zu tun, die wir nutzen. Meinen Kolleginnen und Kollegen habe ich am Vormittag bereits für ihren Ideenreichtum und ihr Engagement herzlich gedankt. Genauso herzlich möchte ich mich bei Ihnen, liebe Eltern, und Ihren Kindern für die Geduld und Ausdauer bedanken, die in solchen Anlaufphasen des Fernunterrichts nötig sind. Abstimmungsbedarf sehe ich im Blick auf das Aufgabenpensum, die Klarheit der Aufgabenkommunikation und die Taktung von Videokonferenzen. Doch das klären wir in Ruhe und unter Beteiligung der Schülervertretung sowie des Schulelternbeirates am Anfang der nächsten Woche. Schon jetzt möchte ich aber vor zu hohen Erwartungen im Blick auf Einheitlichkeit warnen. Es kann kein einheitliches Rezept für Fernunterricht geben. Die Wahl der Aufgabenformate und der Kommunikationsform hängt von vielen Faktoren ab. Natürlich brauche ich eine Videokonferenz, um etwa im Englischunterricht die Aussprache zu üben. Natürlich hilft eine Videokonferenz auch dabei, den unterrichtsgebundenen Kontakt unter den Kindern aufrechtzuerhalten, Rückmeldungen einzuholen oder Präsentationen zu üben. Aber es gibt auch den Arbeitsauftrag, der eine ruhige, individuelle und selbstständige Bearbeitung erfordert. Wie immer ist das Zauberwort: Rhythmus. Ich habe auch von Videokonferenzen gehört, die mit einem Arbeitsauftrag begannen, dann in eine Stillarbeitsphase übergingen, um in einer Schlussdiskussion zu münden. Doch zu all‘ diesen Fragen mehr in der nächsten Woche.

Wie Sie vielleicht von der Homepage des Bildungsministeriums wissen, liegt seit gestern Nachmittag ein Schreiben des Ministeriums vor, das die Wochen bis zum Halbjahresende regelt. Die folgenden Ausführungen sind mit der ADD und, sofern nötig, mit dem Schulträger abgestimmt. Ich fasse mich so kurz wie möglich und erspare Ihnen die einzelnen Begründungszusammenhänge:

Im Zeitraum vom 18. Januar bis 22. Januar 2021 wird der Fernunterricht für alle Schülerinnen und Schüler fortgesetzt. Dies gilt auch für die Klassenstufe 10. Eine „Notbetreuung“ für Schülerinnen und Schüler bis einschließlich der Klassenstufe 7 und für alle, die besonderen Unterstützungsbedarf haben, findet statt. Bitte melden Sie Ihre Kinder jeweils am Vortag oder eben für die gesamte Woche an.

Auch im Zeitraum vom 25. Januar bis 29. Januar 2021 wird der Fernunterricht für alle Schülerinnen und Schüler fortgesetzt. Dies gilt auch für die Klassenstufe 10. Auch die „Notbetreuung“ läuft weiter. Sollte das Bildungsministerium bei seiner Linie bleiben, kann ein Wechselunterricht für die Klassenstufen 5 und 6 nach folgendem Schema stattfinden:

25.01.2021, MO.:       Fernunterricht
26.01.2021, DI.:          Unterricht für die Gruppe A nach dem Di.- Stundenplan
27.01.2021, MI.:         Unterricht für die Gruppe B nach dem Mi.-Stundenplan
28.01.2021, D0.:         Unterricht für die Gruppe A nach dem Do.-Stundenplan  
29.01.2021, FR.:         Unterricht für die Gruppe B nach dem Fr.-Stundenplan                             

Ob es tatsächlich zu diesem Wechselunterricht kommt, hängt natürlich ab von der Entwicklung der Infektionszahlen. Im Elternbrief der Ministerin vom 07.01.2021 heißt es: „Eltern und Sorgeberechtigte können aber im Einzelfall entscheiden, dass ihre Kinder nicht am Unterricht in der Schule teilnehmen.“ Sobald wir an dieser Stelle Klarheit haben, setze ich Sie, liebe Eltern der Klassenstufen 5 und 6, sofort in Kenntnis.  

Am Ende eines Halbjahres gibt es Zeugnisse. Zuvor aber müssen den Schülerinnen und Schülern die Teilnoten bekanntgegeben werden. Die Zeugnisnoten selbst setzt erst die Zeugniskonferenz fest. Das heißt, dass Ihre Kinder in den nächsten Tagen alle Klassenarbeits- und Epochalnoten oder punktuelle Noten, die ihnen noch nicht bekannt sind, erfahren werden. Zwei Möglichkeiten stehen dazu zur Verfügung: 

Die Kommunikation erfolgt per OneNote im persönlichen Schülerbereich, da dieser Bereich nur vom Lehrenden und von der entsprechenden Schülerin/ dem entsprechenden Schüler eingesehen werden kann.

Die Kommunikation erfolgt über einen Telefonanruf oder eine Vier-Augen-Teams-Sitzung.  

Die korrigierten Hefte, Kunstwerke und Ausarbeitungen aller Art können auch später zurückgegeben werden, wenn die Kinder wieder in der Schule sind.

Bleibt der Blick auf die Zeugnisausgabe: Als ein Gymnasium auf dem Land haben wir ca. 85% Fahrschüler. Die meisten Kinder können nicht gestaffelt kommen und dann nur für kurze Zeit in der Schule sein. Das ist aus verschiedenen Gründen nicht zu vertreten. Also erhalten alle Schülerinnen und Schüler ihre Zeugnisse auf dem Postweg. Das gilt nicht für die Klassenstufen 5 und 6, sofern sie sich in der letzten Januarwoche im Wechselunterricht befinden.

Ich hoffe, die wichtigsten Fragen beantwortet zu haben. Bei Rückfragen stehe ich jederzeit zu Ihrer Verfügung.

Ich wünsche Ihnen, liebe Eltern, und Ihren Kindern für die nächsten Wochen vor allem Gesundheit, dann jene Kraft, Geduld und konzentrierte Gelassenheit, die sich bisher als wichtig erwiesen haben.

Dies gilt in besonderem Maße für die Abiturientia und ihre Eltern. Bisher waren immer alle Abiturientinnen und Abiturienten anwesend. Vom Zauberwort Rhythmus war schon die Rede. Das gilt auch für den Rhythmus von An- und Entspannung in Prüfungsphasen.

Mit den besten Grüßen

Albrecht Petri

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