17.06.2019 :: Fachschaften / Sozialkunde / Juniorwahl 2019 / 

Wir bestimmen die Zukunft Europas… Juniorwahl 2019

Von Elisabeth Weis

"Wir bestimmen die Zukunft Europas": Unter diesem Motto wurden die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 12 des Regino-Gymnasiums aufgefordert, ihre Stimme bei der EU-Juniorwahl am 22. Mai abzugeben. Bei der Juniorwahl handelt es sich um ein Projekt des überparteilichen Vereins Kumulus e.V., welches das Erleben und Erlernen von Demokratie ermöglicht und Schülerinnen und Schüler auf die zukünftige politische Partizipation vorbereiten möchte.

In den Wochen vor dem 22. Mai liefen die notwendigen Vorbereitungen und die Schülerinnen und Schüler erhielten ihre Wahlbenachrichtigungen. Im Unterricht wurden die Schülerinnen und Schüler auf die anstehende EU-Wahl vorbereitet, indem die Errungenschaften der EU insbesondere im Alltag der Schülerinnen und Schüler thematisiert wurden, die Notwendigkeit einer Wahl in einer Demokratie verdeutlicht wurde und die derzeit im EU-Parlament vertretenen Parteien vorgestellt wurden. Am 22. Mai war es dann soweit… der Tag der Wahl. Der Leistungskurs Sozialkunde der Jahrgangsstufe 11 stellte die Wahlhelfer für den Wahlvorgang und so bauten die ersten Schüler des Kurses bereits vor der ersten Stunde das Wahllokal im Kapitelsaal des Regino-Gymnasiums auf. Neben Wahlkabinen und einer Wahlurne gab es zuvor erstellte Wählerverzeichnisse sowie Wahlzettel mit den verschiedenen Parteien. Die langen Wahlzettel mit 40 verschiedenen zur Auswahl stehenden Parteien führte bei mehr als einem Schüler zur Verwunderung. Um 8:00 Uhr öffnete schließlich das Wahllokal. Nach einer etwas ruhigeren ersten Phase  stieg die Wahlbeteiligung der Schülerinnen und Schüler des Regino-Gymnasiums stark an. Immer mehr Schülerinnen und Schüler strömten ins Wahllokal, um ihre Stimme zur EU-Juniorwahl abzugeben. Da die MSS-Schülerinnen und Schüler ihre Freistunden und Pausen zur Wahl nutzten, war der Andrang in diesen Phasen besonders hoch. Auch die Wahlhelferinnen und -helfer leisteten tolle Arbeit und wiesen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler kompetent in den Wahlvorgang ein. Nach einer aktiven Wahl  wurde das Wahllokal um 14:00Uhr geschlossen.

Die Schülerinnen und Schüler des Sozialkundeleistungskurses begannen direkt im Anschluss neugierig mit dem Auszählen der Stimmen. Nach dem Feststellen der Ergebnisse am 22. Mai mussten die Schülerinnen und Schüler, die am Prozess der Auszählung beteiligt waren, jedoch noch bis zum 27.Mai (nach der Europawahl) warten, um die Ergebnisse veröffentlichen zu können. Dies forderte den Schülerinnen und Schülern ein hohes Maß an Verschwiegenheit ab, da natürlich alle gespannt auf die Ergebnisse der eigenen EU-Juniorwahl warteten.

Die mit Spannung erwarteten Ergebnisse, die am 27. Mai veröffentlicht wurden, konnten nun direkt mit den Ergebnissen der EU-Wahl vom 26. Mai verglichen werden. Spannend zu sehen war, dass sich viele Trends, die in der EU-Wahl zu erkennen waren, auch in den Ergebnissen der Juniorwahl unserer Schule zu sehen waren.  Der starke Trend hin zu den GRÜNEN mit 20,5% bei der Europawahl  ist unter den Jugendlichen unserer Schule noch deutlicher zu erkennen. Hier erreichten die GRÜNEN einen Stimmenanteil von 38,2%.  Insbesondere die hohe Wahlbeteiligung der Jugendlichen, von 78,34% im Vergleich zur Wahlbeteiligung von 61,4% bei der EU-Wahl, war besonders beeindruckend und erfreulich.

Insgesamt haben 2760 Schulen mit 617.678 wahlberechtigten Schülerinnen und Schülern an der EU-Juniorwahl teilgenommen. Die Durchführung des Projektes und die Auswertung der Ergebnisse waren spannend und es ist schön zu sehen, dass die Schülerinnen und Schüler unserer Schule sich für solche Projekte zur Förderung der Demokratie einsetzen und damit ihre eigene politische Stimme stärken.

Vielen Dank allen, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Juniorwahl geholfen haben.