19.12.2018 :: Fachschaften / Mat.- Nat. / Hans-Riegel-Preis 2018 / 

Jana Dingels gewinnt einen Hans-Riegel-Fachpreis

v.l.: Lisa Born (betreuende Lehrerin), Preisträgerin Jana Dingels MSS 13, Schulleiter Albrecht Petri

Von Jana Dingels (MSS 13) und Lisa Born

Am 11. November 2018 war es nun endlich so weit! Jana durfte in Begleitung ihrer Familie und ihrer betreuenden Lehrerin Frau Born im närrischen Mainz einen der hochverdienten Dr. Hans-Riegel-Fachpreise entgegennehmen.

Während die Narren rundum den Schillerplatz sicherlich lautstark „Helau“ riefen, wurde im Plenarsaal der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz den 15 Preisträgern in den Kategorien Chemie, Informatik, Geowissenschaften, Mathematik und Physik applaudiert.

Wie seit neun Jahren prämierte die Dr. Hans-Riegel-Stiftung auch in diesem Jahr die besten rheinland-pfälzischen Facharbeiten in den naturwissenschaftlichen Fächern. Wir gratulieren Jana herzlichst zum zweiten Platz in der Kategorie Chemie.

Welche Bedeutung diese Auszeichnung hat, wird bewusst, wenn man die Kriterien der Bewertung und die namhafte Jury betrachtet. Als Juroren fungieren Professoren der einzelnen Fachgebiete der JGU Mainz, deren Kritik so mancher Student während seines Studiums fürchtete. Auch die Maßstabe der Bewertung sind alles andere als gering. So wird neben sehr guter sprachlicher Formulierung und angemessener Quellenarbeit, auch ein hohes Maß an Eigenständigkeit sowie Kreativität bewertet. Alle Preisträger haben nach Aussage des Vizepräsidenten der JGU Mainz bewiesen, dass sie bereits als Schüler wissenschaftlich arbeiten können und wiedermal ein Beispiel dafür darstellen, wie wichtig kreative Köpfe für den Weitergang der Forschung sind.

Aber nun soll Jana zu Wort kommen, um einen Einblick in ihre Arbeit mit dem Titel „ Versuch einer massenspektrometrischen Untersuchung“ zu geben:

„In meiner Facharbeit habe ich mich mit der Massenspektrometrie und ihren Möglichkeiten auseinandergesetzt und meine Ergebnisse an einem Alltagsbeispiel verdeutlicht: einem Softeis von McDonald's. Ich erhielt interessante Resultate, wie zum Beispiel Rückstände eines im Lebensmittelbereich eingesetzten Desinfektionsmittels, und zeigte anhand von Ergebnissen wie diesem die Grenzen und Fehlerquellen der modernen Analytik auf. Ich kam zu dem Schluss, dass unser technischer Fortschritt zwar heute schon herausragend ist, uns die Natur jedoch Jahrmillionen voraus ist, was zur Folge hat, dass ein dreihunderttausend Euro teures, hochtechnisiertes Gerät von unserer eigenen Nase geschlagen werden kann.“

Jana nahm in Mainz nicht nur ein Preisgeld entgegen, sondern vor allem die „Eintrittskarte“ ins Alumni-Programm der Stiftung. Hier können alle Preisträger aus Deutschland und Österreich – insgesamt werden an 19 Universitäten in den beiden Ländern die Hans-Riegel-Fachpreise verliehen – zusammenkommen und gemeinsam bedeutende Standorte aus Wissenschaft und Forschung besuchen. So stand im letzten Jahr sogar ein Besuch der Forschungseinrichtung CERN auf dem Programm. Alle naturwissenschaftlich Begeisterte erkennen spätestens jetzt die Bedeutung dieses Sachstipendiums.

Siehe auch: https://www.hans-riegel-fachpreise.com

Alle Preisträger (Foto: Dr Welschof, NatLab der JGU Mainz)

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