15.11.2018 :: Verein der Ehemaligen / Projekte und Aktivitäten / Bläsersolisten des Deutschen Ärzteorchesters / 

Bläsersolisten des Deutschen Ärzteorchesters spielen für die Basilika

Die Bläsersolisten des Deutschen Ärzteorchesters unter der Leitung von Holger Simon, links im Bild.

Von Alexandra Becker

Zu einem besonderen Konzert lud am 1.September der Verein der Ehemaligen des Regino Gymnasiums in den Fürstensaal ein ein. Etwa 80 Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um die Bläsersolisten des Deutschen Ärzteorchesters unter der Leitung von Holger Simon (Fagottist an der Deutschen Oper Berlin) zu hören. Mit Leidenschaft, viel Spielfreude und hoher Professionalität spielten die „Hobby“ - Musiker und - Musikerinnen ein abwechslungsreiches Programm.

Begonnen wurde mit einer der früheren Kompositionen von Ludwig van Beethoven, dem Bläseroktett Opus 103, gesetzt für eine sogenannte Harmoniemusik. Der Funke sprang sogleich über – auch dank der jeweiligen Einführungen seitens des Dirigenten Holger Simon, der die Zuhörer und Zuhörerinnen auf besondere Passagen des jeweiligen Stückes zuvor aufmerksam machte und vor allem das Stück in die Musikgeschichte einordnete.

Als zweites folgte das Oktett von Franz Lachner, der sich für sein die gängige Bläserbesetzung folgende Variation und Feinheit ausdachte – eine Oboe wurde durch eine Flöte ersetzt, um dem Klang und Ausdruck noch einen zusätzlichen Reiz zu geben.

Nach einer kurzen Pause gab es ein Werk aus der etwas jüngeren Musikgeschichte von Gordon Jacob, geboren 1895. Gespielt wurde das Divertimento in Es, in dem er im zweiten Satz: „Sarabande on a ground“ seine persönlichen schrecklichen Erfahrungen des Ersten Weltkrieges verarbeitet. Dieses Stück hob sich deutlich von den anderen Stücken ab – durch die ungewöhnlichen Harmonien und auch den zum Teil schrillen, aber genauso gewollten Tönen der Instrumente.

Den Abschluss des Konzertes bildete die „Petite Symphonie“ von Charles Gounod, gespielt als Bläseroktett mit zusätzlicher Flöte, die vor allem im zweiten Satz mit einem wunderschönen Solo auch dieses Stück zu etwas ganz besonderem machte.

Lang anhaltender Applaus mit standing ovations belohnte die Musiker und Musikerinnen am Ende des Konzertes. Seit Dienstagabend probten die musikalischen Ärzte, die aus der ganzen Republik – von Travemünde bis Landau, Berlin, Bochum, Wiesbaden, Tuttlingen und Mühlacker - zusammen kamen im Jugengästehaus in Prüm. Holger Simon war es gelungen, dieses außergewöhnliche Ensemble in seine Eifelheimat zu locken. Simon selbst wuchs nämlich in Rommersheim auf und ist ein ehemaliger Schüler des Regino Gymnasium. Sein Vater Karl Heinz (Spitzname „Zack“) unterrichtete sogar dreißig Jahre ebendort die Fächer Biologie, Chemie und Sport.

Das Konzert im Fürstensaal war ein Benefizkonzert zugunsten der St.Salvator Basilika. Dank des Konzertes sind 927 € an Spenden eingegangen. Ein kleiner Beitrag – wie Holger Simon, der Dirigent, selber formulierte – für den Erhalt einer wunderschönen Kirche, auf die alle Prümer sehr stolz sein können.

Es spielten:

Dorothea Osenberg, Flöte, Bochum

Ulrike Gaiser, Oboe, Mühlacker

Gabi Schaumann, Oboe, Landau

Stefanie Hiller, Klarinette, Travemünde

Friederike Borngräber, Klarinette, Berlin

William Cullen, Horn, Wiesbaden

Wilfried Winkelhog, Horn, Mechernich

Johannes Neumann, Fagott, Berlin

Christiane Roll, Fagott, Tuttlingen

 

Dirigent: Holger Simon, Deutsche Oper Berlin

 

 

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