18.01.2018 :: Fachschaften / Musik / Kinder an die Macht / 

Kinder an die Macht - Musical-Projekt am Regino

Von Sabine Rehm

Über 60 Darsteller, nochmal so viele Chorsänger, achtzehn Musiker, zehn Techniker, acht Lehrerinnen und Lehrer, eine kreative Ehemalige und mehr als 1200 Zuschauer an drei Tagen – alleine diese Zahlen zeigen schon, dass „Kinder an die Macht!“ kein kleines und kein leises Projekt war. Wenn man dann noch nach der Vorstellung selig schmunzelnde, stolze Eltern den Saal verlassen sieht, weiß man: das Projekt ist gelungen!

Vom 24.-26. November war das FiF in Schönecken fest in der Hand der Musiker des Regino-Gymnasiums. Unter der Leitung von Alexandra Becker und ihren Musikerkollegen führten Kinder der 6. und 7. Jahrgangsstufe ein Musical als Gesamtkunstwerk auf.  Sie zeigten singend, sprechend und tanzend den Erwachsenen, wie diese ein kleines französisches Dorf durch die ganz normalen Alltagssorgen und übermäßigen Alkoholkonsum heruntergewirtschaftet haben. Durch einen Zauber sind die Eltern aber in einen tagelangen Schlaf versetzt und die Kinder müssen Verwaltung und Rettung des Dorfes übernehmen. Das tun sie mit Spaß und Verantwortungsgefühl – und mit Erfolg: der Alkohol wird vernichtet, das Dorf wird schöner und die Menschen freundlicher.

Faszinierend zu sehen, wie 11-13 Jährige die Bühne in Besitz nehmen und ihre Rolle ausfüllen können. Stimmlich sicher sowohl Chor wie Solosänger – einstudiert von Frau Becker, darstellerisch gekonnt die Schauspieler, unter der Regie von Frau Ehlen und Frau Kühn. Ein Ballettensemble aus Schülerinnen der 7.-10. Jahrgangsstufe, choreographiert und einstudiert von Frau Laschefski und ein hervorragendes Orchester unter der Leitung von Tobias Meyer und Markus Wollsiffer halfen mit, den Abend zum Erlebnis werden zu lassen.

„Sie sind der Meinung – das war SPITZE! “ so schallte es denn auch, angeleitet durch OStD Petri, nach dem tosenden Schlussapplaus aus dem Publikum.

Von Alexandra Becker

Hinter dem Musical „Kinder an die Macht!“ steht die Erzählung einer Gegebenheit, die sich in einem kleinen französischen Dorf ereignet. Dieses verwahrlost durch die Trunken- und Faulheit der erwachsenen Dorfbewohner immer mehr, bis diese durch eine höhere Fügung von einem blauen Strahl in einen andauernden Schlaf versetzt werden. In Folge dessen nehmen die Kinder des Dorfes das Ruder in die Hand. Dabei haben sie mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, wie ihrer eigenen Versorgung oder den unerwartet auftauchenden, fremden Straßenkindern. Dennoch überwinden sie jegliche Steine, die ihnen in den Weg gelegt werden, machen die Nachlässigkeiten ihrer Eltern bei weitem wett und beweisen so, sie wären die besseren Erwachsenen. Sie wachsen als Gruppe unter Einsatz von Teamwork, Toleranz und rücksichtsvollem Verhalten immer mehr zusammen und demonstrieren ein friedvolles Miteinander in einer Gemeinschaft im Miniaturformat – als Keimzelle für den Weltfrieden? Letztendlich überzeugen sie so auch die wiedererwachten Erwachsenen zu einer in Zukunft zum besseren gewandelten Lebensweise.

Unvoreingenommenheit und gerechtes Handeln, wie von Kindern vorgelebt, sind angesichts der ungebrochenen Aktualität von Entwicklungen wie strukturellem Rassismus und politischer Radikalisierung Haltungen, die als vorbildhaft von Erwachsenen übernommen werden sollten. Denn wie schon Mahatma Gandhi betonte: „Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen.“

 

Die Texte werden von klangvollen und abwechslungsreichen Liedern des Chores und Instrumentalstücken für Orchester umrahmt und getragen. An der Aufführung sind über 100 Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe in Chor, Orchester, Theater und Ballett beteiligt.

Bilder von der Probearbeit

v.l.: Linn Schröter (7a2), Greta Meyers (6a), Kevin Künzl (6a1), Elisa Hansen (6a1), Jette Rehm (7a2) und Robin Kessler (6a1).
v.l.: Celina Beer (6a1), Jana Großmann (6a1), Jule Großmann (6a1)
2. v.l.: Sophie Richards (6a1)

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