15.11.2018 :: Regino unterwegs / Austauschfahrten / Krakau, Polen / 

Austauschschüler aus Krakau zu Besuch in der Eifel 2018

Polnisch-deutsch Austauschgruppe und die betreuenden Lehrerinnen und Lehrer

Von Philipp Rehm und Hannah Verkoyen

 

Als unsere polnischen Freunde am Dienstag Abend um halb acht in Prüm ankamen, waren wir wirklich gespannt darauf, wie es den polnischen Schülern in Deutschland gefallen wird und haben uns auf die Woche sehr gefreut.

Man hat gemerkt, dass wir alle uns durch den Besuch in Polen, der noch nicht lange zurücklag, immer noch gut kannten, so dass wir schnell wieder eine gemischte deutsch-polnische Gruppe waren.

Nach einem vor allem für Polen und Eltern spannenden ersten Abend ging es am Mittwoch nach Bitburg in die Brauerei. Im Vergleich zu den anderen Unternehmungen war das eine Besichtigung, die sowohl für Deutsche als auch für Polen Neues beinhaltete, da wohl die wenigsten Deutschen schon mal in der „Bitburger Erlebniswelt“ waren.  So wissen wir jetzt, wie Bier hergestellt wird.

Nach einem gemeinsamen Pizzaessen bei Carmine haben wir dann im Kurpark Zeit miteinander verbracht und das durchweg schöne Wetter in Prüm genossen.

Unsere Fahrten an den nächsten beiden Tagen nach Trier und Bonn waren immer von Musik begleitet und haben allen viel Spaß gemacht. Vor allem für die Polen waren wohl die Expertenführung, die Dombesichtigung in Trier sowie das Haus der Geschichte und das Beethoven-Haus in Bonn eine neue, aber wahrscheinlich bleibende Erfahrung. Die gemeinsame Freizeit gehörte bei aller Kultur natürlich trotzdem zu den Highlights eines jeden Tages, um essen zu gehen, zu shoppen und natürlich einfach nur zu reden.

Am freien Samstag konnten unsere Gäste dann mit uns außerhalb des Programms Deutschland entdecken, da viele von uns zusammen mit ihren Austauschschülern zum Beispiel nach Köln gefahren sind oder den Tag auf dem Fußballplatz verbrachten. Ohne Programm durch die Region zu irren war sicherlich eine sehr gute Erfahrung und ein wichtiger Schritt in Richtung bleibender Freundschaften.

Am Sonntag sind wir dann trotz regnerischen Beginns mutig durch den Prümer Forst in Richtung Dausfeld gewandert, wo ein gemeinsames Grillen den Tag entspannt beendete.

Am vorletzten Tag haben wir alle zusammen in der Schulküche der Realschule plus gekocht und den Nachmittag gemeinsam verbracht. Dies rundete die Woche perfekt ab und gab uns die Chance, ein letztes Mal in der Gruppe Zeit miteinander zu verbringen.

Am letzten Tag gab es dann noch die Vorstellung der Projekte (virtuelle Präsentationen der zwei Wochen), die so erfolgreich waren, dass jeder viel zu Lachen hatte.

 

Die zwei Wochen Austausch haben Eindrücke und Freundschaften hinterlassen und den Plan, einander wiederzusehen.

Wir deutschen Schüler fanden den Austausch auf jeden Fall sehr gelungen und hoffen, unsere Austauschschüler bald wiederzusehen.

Bildstrecke

"...welch facettenreiche Stadt und architektonische Schönheit Krakau doch ist."

Schülerinnen und Schüler aus Krakau und Prüm am Adam-Mickiewicz-Denkmal auf dem Marktplatz in Krakau.

Von Jakob Backes und Carmine Vacca


Am 19.4. machten wir uns mit einer Gruppe von 18 Schülerinnen und Schülern des Regino-Gymnasiums auf die Reise nach Krakau, wo uns viele neue Eindrücke, Bekanntschaften und Ereignisse erwarteten.

Nach der problemlosen Anreise haben uns die polnischen Austauschschüler warmherzig vor ihrer Schule, dem VI. Liceum Ogólnokształcącym im. Adama Mickiewicza, empfangen. Am nächsten Tag hat sich direkt das Großstadtleben in Krakau bemerkbar gemacht. Die meisten fuhren mit Bus und Straßenbahn ca. eine dreiviertel Stunde zur Schule, wo wir uns mit den Austauschschülern trafen, die uns kurz durch ihre Schule führten. Bei der Stadtführung und der Besichtigung des Königsschlosses „Wawel“ fiel uns auf, welch facettenreiche Stadt und architektonische Schönheit Krakau doch ist. Ein Höhepunkt des Austauschs war sicherlich die Tagesfahrt nach Ausschwitz, die uns das Grauen des Nationalsozialismus bewies. Dies war zwar nicht unsere erste Besichtigung eines ehemaligen Konzentrationslagers, aber in Auschwitz waren die Erinnerungen und das Leiden der Menschen zum Greifen nah, was uns alle in Schock versetzte. Ebenfalls sehr eindrucksvoll war die interessante Führung durch das Museum in der Fabrik von Oskar Schindler, die uns seine Taten in Bezug auf die unterdrückte jüdische Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg vor Augen führte. Wir machten außerdem noch einen Ausflug nach Wieliczka, wo wir die Salzmine besichtigten, die unserer Meinung nach sehr außergewöhnlich war. Vor allem die unterirdische Kirche in dieser Salzmine bei fast 100 Metern Tiefe war sehr beeindruckend. Am wichtigsten waren jedoch für uns die Nachmittage an den meisten Tagen, die wir nutzten, um zusammen als Gruppe Zeit zu verbringen und unser Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Am Mittwoch fuhren wir alle gemeinsam nach Zakopane, wo wir bei einer Wanderung durch einen Canyon das Tatra-Gebirge erkundeten. Dies war ein wunderschönes Naturerlebnis und gleichzeitig eine Möglichkeit, eine schöne Zeit mit unseren Austauschpartnern zu verbringen. Wir aßen alle zusammen in einem landestypischen Restaurant und hatten anschließend noch die Möglichkeit in der Fußgängerzone, Souvenirs und sonstige Sachen zu kaufen. Am Tag danach folgte früh morgens leider schon die Verabschiedung von den Gastfamilien und den Austauschschülern.
Rückblickend können wir sagen, dass wir in dieser Woche sehr als Gemeinschaft zusammengewachsen sind. Besonders in den Gastfamilien haben wir uns alle sehr wohl gefühlt, da sie alle sehr gastfreundlich und nett waren. Krakau ist unserer Meinung nach eine sehr schöne, vielseitige und kulturreiche Stadt. Allerdings ist uns oft aufgefallen, dass auch in dieser Großstadt eine gewisse Anonymität herrscht, die diese Stadt noch etwas unpersönlicher darstellt. Wir konnten alle in dieser Woche Freundschaften schließen, Erfahrungen sammeln und unseren kulturellen Horizont erweitern, was uns sicherlich auch in Zukunft prägen wird. Nun freuen wir uns sehr auf den Rückbesuch unserer polnischen Freunde, um ihnen unsere Heimat zu zeigen.
          

Bildstrecke

Besuch der Schülerinnen und Schüler vom VI. Lyceum, Krakau 2017

Abschiedsfrühstück im Kapitelsaal

Von Lena Nelles und Anna-Lena Ostermann

Voller Vorfreude auf das Wiedersehen mit den polnischen Schülern holten wir unsere Austauschpartner Dienstagabend in Prüm ab. Nach freudigen Begrüßungen ging es dann auch schon für alle nach Hause, und für unsere Gäste in die noch unbekannten Gastfamilien.

Mittwochs begleiteten die Schüler uns in den ersten beiden Stunden in den Unterricht, damit sie sich ein Bild davon machen konnten, wie sich der deutsche Unterricht zum polnischen unterscheidet. In der dritten und vierten Stunde gingen wir gemeinsam in die Dell und spielten dort verschiedene Teamsportarten wie Basketball, Volleyball – unteranderem der Nationalsport der Polen - und Fußball unter Leitung von Herrn Götz und Frau Sternkopf.

Am Mittag fand dann eine Führung in der Basilika von Monika Roleff statt, an der beide Gruppen teilnahmen.

Am Nachmittag hatten wir Freizeit, die einige von uns nutzen um den Schülern Prüm zu zeigen und gemeinsam den ersten Tag zusammen ausklingen zu lassen.

Den darauf folgenden Tag verbrachten wir in Köln. Dort machten wir zwei getrennte Führungen im Dom, eine deutschsprachige und eine polnischsprachige. Außerdem besuchten wir eine offene Probe in der Kölner Philharmonie, die sehr beeindruckend war.

Später hatten wir Zeit zur freien Verfügung, die wir nutzen konnten um uns ausgewählte Museen in Köln anzusehen. Gegen Abend ging es dann nach einem anstrengenden, aber erlebnisreichen Tag zurück nach Prüm.

Am Freitag besuchten wir Trier, dort machten wir eine sogenannte „Expertenführung“, in der die deutschen Schüler zu zweit oder alleine kleine Vorträge über die verschiedenen Sehenswürdigkeiten wie z.B. das Amphitheater, die Kaiserthermen, den Dom, die Konstantin-Basilika und natürlich die Porta Nigra vorbereitet hatten und vortrugen. Herr Brosowski konnte uns als begleitender Geschichtslehrer zusätzlich allerlei Wissenswertes erzählen.

Danach hatten wir in Trier ebenfalls Freizeit, damit unsere Austauschschüler auch den Rest der ältesten Stadt Deutschlands erkunden konnten. Anschließend fuhren wir nach einem eindrucksreichen Tag nach Hause.

 

Samstags trafen wir uns nachmittags, um mit dem Bus zur viandener Burg zu fahren. Nach einer Stunde, die uns zur freien Verfügung stand um die Burg zu erkunden, fanden wir uns schließlich wieder zusammen um weiter nach Echternach zu fahren um dort den Abend im Konzert des Symphonischen Blasorchesters im Trifolion ausklingen zu lassen. Nach dem Konzert traten wir dann spät abends die Heimreise an und beendeten den erlebnisreichen Tag.

Den vorletzten Tag durften wir nach unseren eigenen Plänen frei gestalten. Einige deutsche Schüler fuhren mit ihren Austauschschülern nach Luxemburg, andere ins Schwimmbad nach Bitburg oder grillten an einem Weiher in der Nähe von Olzheim.

Es war ein sehr entspannter Tag, der dafür genutzt werden konnte, um sich von den vorherigen Tagen zu erholen.

Den Vormittag des letzten Tages konnten die polnischen Schüler in ihren Gastfamilien verbringen bevor wir uns alle mit unseren Familien zu einer Wanderung zur Skihütte in der Wolfsschlucht aufmachten. Dort verbrachten wir einen schönen Nachmittag mit tollem Wetter bei Grillen und gemütlichem Beisammensein, um den Austausch langsam ausklingen zu lassen.

Bevor die polnischen Schüler zur Heimreise ansetzten, trafen wir uns mit unseren Lehrern im Kapitelsaal der Schule um ein letztes gemeinsames Frühstück einzunehmen und um die ereignisreichen zwei Wochen Revue passieren zu lassen. Gegen halb elf traten die polnischen Schüler – nach einer langen Verabschiedung – die Heimreise gen Krakau an.

Abschließend können wir festhalten, dass der Polenaustausch eine sehr erlebnisreiche und schöne Fahrt war, in der man die Kultur des jeweilig anderen Landes sehr gut kennenlernen und natürlich auch neue Kontakte aufbauen konnte. Es ist wichtig den Kontakt zu unseren Landesnachbarn zu pflegen – auch auf Grund der schwierigen Verhältnisse und Beziehungen während des 2. Weltkrieges. Daher ist natürlich auch der Höhepunkt der Fahrt der Tagesausflug nach Ausschwitz, bei der einem sehr wohl bewusst wird, dass sich so eine Katastrophe nicht noch einmal ereignen darf!

Darüber hinaus sind viele neue Freundschaften entstanden, auch über die Landesgrenzen hinweg, denn Kontakte kennen keine Grenzen bzw. Entfernungen.  

Besuch Prümer Schüler am VI. Lyceum Krakau

Von Fabienne Eicks und Elisa Sohns


Der Schüleraustausch Polenfand in der Woche vom 09.05. bis zum 16.05.2017 statt.  18 Schüler der Stufe 10 verbrachten eine Woche in ihren Gastfamilien in Krakau und lernten dabei die polnische Lebensweise kennen.  

Nachdem die Schüler an ihrem Ankunftstag ihre Gastfamilien kennengelernt hatten, fand am nächsten Tag ein Tanz-Workshop statt. Anschließend fand eine sehr informative Stadtbesichtigung quer durch Krakau statt. Am Donnerstag fand bei gutem Wetter eine Wanderung durch den Nationalpark Ojcow statt. Im Anschluss wurde am späten Nachmittag mit allen Schülern zusammen gegrillt. Der folgende Tag startete mit Sportunterricht.  Es wurden ein Volleyball-Turnier und ein Staffellauf-Wettkampf veranstaltet. Die geplante Wanderung zu dem Kosciuszko-Hügel in Krakau fiel leider wegen schlechtem Wetter aus, weshalb die Austauschschüler den Nachmittag frei gestalten konnten. Das Wochenende verbrachten alle deutschen Schüler bei ihren Gastfamilien. Die Aktivitäten waren sehr unterschiedlich. Es war von einem Zoobesuch, Bowling, Salzbergwerkbesichtigung, Floß fahren bis hin zu „Chillen“ am See, Shoppen und Grillen alles dabei. Am Montag besuchten die deutschen Schüler das Konzentrationslager in Ausschwitz und Birkenau. Dies war mit Sicherheit eine lohnenswerte Erfahrung.

Dienstag hieß es dann für alle früh aufstehen und Abschied nehmen. Doch freuen wir uns schon auf ein Wiedersehen, wenn die polnischen Schüler vom 30.05-06.06 die Eifel entdecken werden.

Bilder aus Krakau, vom 09.05. bis 16.05.2017


Bedienung: hier klicken...