19.11.2017 :: Fachschaften / Französisch / Fremdsprachenassistentin 2016/17 / 

Was nimmt die Fremdsprachenassistentin mit aus Prüm?

Fremdsprachenassistentin Charlotte Masse

Das war wirklich ein wunderbares und bereicherndes Jahr für mich.

Denn es war eine wirklich nützliche pädagogische Erfahrung. Ich habe das ganze Jahr mit den Französischlehrer(inne)n gearbeitet, unterrichtet und zu unterrichten gelernt. Ich kehre nach Frankreich zurück mit neuen pädagogischen Kenntnissen. Ich war auch Prüferin für den DELF (ein französisches Diplom). Es war auch schön, Schüler(inne)n mit großem Interesse für Frankreich und die französische Sprache zu erleben. Diese Erfahrung hat mir auch erlaubt, meinen eigenen Weg zu finden. Ich möchte Lehrerin werden, nicht unbedingt Deutschlehrerin, weil Deutsch doch sehr schwer ist, aber Lehrerin der Sekundarstufe I. 

Ich habe mich auch persönlich verändert. Dieses Jahr hat mir erlaubt, unabhängiger, autonomer und mehr geöffnet und neugierig zu werden. Ich habe während eines Jahres allein in Prüm gewohnt; das war manchmal eine Herausforderung.

Ich habe auch nun viele neue Freunde und Kontakte in Prüm. Meine Kollegen sind nun meine Freunde und ich möchte wirklich mit Ihnen in Kontakt bleiben.

Das war auch ein Jahr voll von Reisen. Denn dieses Jahr war gemacht, um zu reisen und Deutschland zu entdecken. So ich bin mit meinem Auto durch Deutschland gereist, aber ich bin auch nach Luxemburg, Belgien und Österreich gefahren. Ich habe auch die Vulkaneifel entdeckt, es war sehr angenehm, in den verschiedenen Maaren zu baden.

Nun kehre ich in die Normandie zurück mit vielen Souvenirs, mit Andenken im Kopf und Geschenken und sehr schönen Briefen, die die Lehrer und Schüler geschrieben haben. Ich werde das nie vergessen.

Ich möchte mich auch beim Schulleiter des Regino-Gymnasiums bedanken wegen der Chance, einen Monat länger in dem Gymnasium zu bleiben. Zum Schluss möchte ich allen meinen Kolleg(inn)en für die Begleitung und die Hilfe danken, besonders Verena Schroden, meiner Tutorin, die immer präsent für mich war.

Aber ich sage nicht „Adieu“ zu Prüm, sondern „au revoir et à bientôt!“

Charlotte Masse als Sprachassistentin zu Gast am Regino-Gymnasium

Charlotte Masse, Fremdsprachenassistentin im Fach Französisch am Regino-Gymnasium

In diesem Schuljahr dürfen wir Charlotte Masse herzlich am Regino-Gymnasium begrüßen. Sie wird als Sprachassistentin ein Schuljahr lang Klassen und Kurse begleiten und ihnen Frankreich und die französische Sprache präsentieren, im Unterricht mitwirken oder AGs mitgestalten. Dieses Programm unter Leitung des PAD bietet jungen Studierenden die Möglichkeit eines Aufenthalts in einem anderen europäischen Land , um Sprache, Kultur und das Bildungssystem besser kennen zu lernen.

Das folgende Interview führte die Klasse 6p:

 

Was möchtest du beruflich machen?

Charlotte Masse: Ich weiß es noch nicht genau, was ich werden will.  Mein Bruder und mein Vater sind Landwirte und meine Mutter arbeitet im Labor im Krankenhaus.

Woher kommst du in Frankreich?

Charlotte Masse:  Ich bin in Dieppe geboren und wohnte zunächst in der Normandie in Nord-West Frankreich. Meine Eltern wohnen in Bacqueville en Caux, dies ist meine Heimatstadt. Ich studiere und wohne seit 3 Jahren in Rouen.

Was studierst du?

Charlotte Masse:  Ich studiere angewandte Fremdsprachen Deutsch-Englisch an der Universität. Es gibt verschiedene Studiengänge wie Marketing, Wirtschaft, Kommunikation, Handel und Informatik.

Warum kommst du nach Deutschland?

Charlotte Masse:  Ich bin nach Deutschland gekommen, um die Kultur zu entdecken und Deutschland besser kennen zu lernen. Ich bin auch nach Deutschland gekommen, um mein Deutsch zu verbessern. Meine Heimatstadt Bacqueville en Caux hat eine Städtepartnerschaft mit Scharnebeck bei Hamburg. Außerdem ist Deutschland auch nicht so weit weg von Frankreich, sodass ich manchmal meine Familie besuchen kann.

Wie findest du Prüm und gibt es Ähnlichkeiten mit Frankreich?

Charlotte Masse:  Ich finde Prüm sehr schön und ruhig! Die Basilika ist auch sehr schön.

Es gibt in Frankreich auch die Supermarktketten Lidl und Aldi, genauso wie in Prüm. Aber natürlich gibt es auch andere Supermärkte in Frankreich wie Auchan, Leclerc oder Carrefour. In Frankreich findet man auch den Einzelhandel wie Bäckerei oder Metzgerei.

 

Welche Unterschiede im Alltag fallen dir auf?

Ich glaube, dass man in Frankreich später als in Deutschland zu Abend, isst und hier in Deutschland trinkt man viel kohlensäurehaltiges Wasser. In Deutschland darf man auf der Autobahn schneller fahren als in Frankreich, denn da ist die Geschwindigkeitsbegrenzung 130 km/h. Es gibt in Frankreich keine Geschäfte wie DM.  In Frankreich haben wir kein Pfand auf den Flaschen. Die Deutschen trennen mehr Müll als die Franzosen. Und natürlich gibt es in Frankreich mehr Käsesorten wie Reblochon, Tomme de Savoie, Comté oder Bleu d’Auvergne …

Gibt es Unterschiede im Schulalltag im Vergleich zu Frankreich?

Ja! In Frankreich beginnt der Unterricht um 8:30 Uhr und endet oft um 16:30 Uhr oder um 17:30 Uhr. Es wird in der Schulkantine gegessen. Eine Unterrichtsstunde dauert eine Stunde und es gibt eingestellte Aufsichtspersonen. Die deutschen Schüler beteiligen sich mündlich mehr und sind auch besser in den Fremdsprachen, vor allem Englisch, aber auch Französisch!

Wie findest du das Regino-Gymnasium?

Ich finde es sehr schön. Das Gebäude ist sehr alt und ich mag die Architektur. Ich finde auch den Innenhof schön. Die Schüler sind meistens sehr nett, aber nicht alle… (sie scherzt)

Würdest du es anderen jungen Leuten empfehlen ins Ausland zu gehen?

Ja in jedem Fall! ich finde, dass es sehr wichtig ist, ins Ausland zu gehen, um seinen Alltag zu verändern. Ich finde es auch schön, neue Kulturen, Städte und Landschaften kennen zu lernen. Man reift durch die Erfahrungen! Aber es ist auch eine Herausforderung, die Familie, Freunde und Verwandten alleine zu lassen.

Ich danke der Klasse 6p für dieses Interview. 

Die Klasse 6p mit Französischlehrerin Verena Schroden und Sprachenassistentin Charlotte Masse.

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