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"Sofi" – 20. März 2015

Wann hat man die Gelegenheit, ein spektakuläres Naturereignis während der regulären  Schulzeit als komplette Schulgemeinschaft zu erleben? Am Freitag, dem 20. März, bot uns die Natur die Gelegenheit: Während einer  partiellen Sonnenfinsternis verdeckte der Mond etwa 80 % der Sonne. Übrig blieb gegen 10.36 Uhr nur eine kleine Sichel, die wie ein „Lachmund“ durch die Sonnensichtbrillen erschien, bevor der Mond den Blick auf die Sonne wieder mehr und mehr freigab.

Es blieb zunächst spannend bis gegen 10.00 Uhr, ob tatsächlich der Frühnebel rechtzeitig aufriss, um freien Blick auf das Naturschauspiel zu haben. Als die Sonne schließlich erstmals an diesem Morgen hinter dichten Nebelschwaden sichtbar wurde, erkannte man bereits, dass der Mond sich von rechts vor die Sonne schob. Schließlich klarte es vollständig auf.

Schon während der dritten Stunde strömten einzelne Klassen zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern auf den Schulhof, zu Beginn der vierten Stunde war die gesamte Schulgemeinschaft hier versammelt. Alle die, die keine Sonnensichtbrille besaßen, hatten die Möglichkeit, sich eine Brille auszuleihen oder die Sonnenfinsternis auf einem Bildschirm zu verfolgen, auf den Herr Metzen die Bilder einer mit einem Filter geschützten und auf die Sonne gerichteten Kamera übertrug.  

Man hatte nicht nur den Eindruck, dass es dunkler und kälter wurde, je mehr die Sonne vom Mond verdeckt wurde, sondern man konnte dies auch messen: Zwei Schüler verfolgten während 10.10 Uhr bis ca. 11.00 Uhr den Verlauf der Temperatur mit einem digitalen Thermometer und die Helligkeit mit einem Luxmeter. Die Temperatur sank von 9,0 °C auf 5,2 °C um 10.36 Uhr innerhalb einer halben Stunde, gleichzeitig nahm die Helligkeit von etwa 18000 lx auf 6500 lx ab.

Leider werden wir sehr lange auf eine ähnliche Gelegenheit warten müssen, denn bis zur nächsten in Deutschland sichtbaren totalen SoFi am 02. September 2081 kommt uns die „Schwarze Sonne“ nur noch einmal – am 12. August 2026 – ähnlich nahe.

Michaela Ostermann