Von Tijmen Vos, Klasse 8P

Das 'Weekend van de Wetenschap' ist eine niederländische Veranstaltung für Wissenschaft und Technologie, die jedes Jahr am ersten Wochenende im Oktober stattfindet. Man kann dann verschiedene Forschungsinstitute, Universitäten und Museen in den Niederlanden besuchen. Der Zweck ist es, allen zu zeigen, wie wichtig Wissenschaft und Technologie sind. ESTEC in Noordwijk aan Zee ist die größte Niederlassung der Europäische Weltraumorganisation ESA, (European Space Agency). Nur einmal im Jahr öffnet ESTEC die Türe für alle, die in Raumfahrt interessiert sind. Während des Tages der offenen Tür, wofür man sich vorher anmelden muss, war zu sehen wie die ESA den Weltraum auf der Erde für Experimente und Tests simuliert. Die meisten Freiwilligen erklärten auf Englisch die Technologien, die auf die Erde angewendet werden können, weil sie im Weltraum erprobt wurden. 2019 ist das Jahr des Mondes, in dem Apollos Erfolge weltweit gefeiert werden. Deswegen waren neben den niederländischen Astronauten André Kuipers auch Rusty Schweickart und Walt Cunningham anwesend, die in den 1960er Jahren für die NASA arbeiteten. Sie gehörten zu den ersten, die im Weltraum Experimente durchgeführt haben, wie das Testen des Mondlander „Lunar Modul“ und die erste Raumanzug im Weltraum. Die große Überraschung war, dass auch Alexander Gerst anwesend war und er fand es gut, dass ich ihm eine Fragen stellen konnte, nämlich: Wäre der Mondkern warm genug, um die Wärme für die unterirdischen Höhlen des Mondes bzw. sie als Energiequelle zu nutzen? Er antwortete, dass man die Wärme nicht nutzten könnte, aber das die Höhlen auf dem Mond warm genug wären, um dort zu leben. Alexander Gerst hat auch das Buch "199 Tage im All" unterschrieben, das ich mitgebracht hatte. An diesem Tag traf ich auch die Ein-Stein-Tüftler, eine Gruppe Schüler von einer AG des Albert-EinsteinGymnasiums aus Magdeburg. Sie zeigten den Besuchern dort als "First Lego League-Team" Gewinner das Roboterspiel "Into Orbit" und ihre "Mission Moon-Model“ einer Mondbasis. Es gab viel zu viel zu sehen für nur einen Tag, wie zum Beispiel der Glow-in-the-dark Raum, wo mit fluoreszierenden Pflanzen experimentiert wird. Die ESA wird in Zukunft mit Infrarot untersuchen, wie produktiv oder wie krank die Pflanzen auf Felder und in Wälder sind. Hypergravity centrifuge ist ESA’s große Zentrifuge, die sich hinter Panzerglas befindet, welches für die Erzeugung extremer Schwerkraft zuständig ist, die für wissenschaftliche Experimenten benutzt wird. Gerade als ich da war, wurde eine Test gemacht, bis 20 G (20 x Erdschwerkraft). ESTEC’ testet auch einen unbemannten Shuttle Bus, der seine eigene Position durch Gebrauch einer Kombination von Satelliten, ein Laser Radar, Bewegungssensoren und einer Kamera berechnet. Besucher wurden breit informiert über ESA Education für Grundschule und Weiterführende Schulen, welche ein breites Angebot bieten von Initiativen, die sich auf den Unterricht über den Weltraum in Bezug auf Wissenschaft, Technologie, Architektur und Mathematik in Schulen konzentrieren. In Deutschland gibt es ESERO, ein gemeinsames Project der ESA und DLR (Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt). ESERO hat das Ziel, Schüler und Schülerinnen in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Themen der Raumfahrt werden hierzu spannend dargeboten, wie zum Beispiel CanSat, MoonCamp, Climate Detectives, Mission X und AstroPi. Bitte siehe; http://esero.de/aktionen

Info zur Ein-Stein-AG unter http://www.gym-einstein.de/einstein-gym/index.php/de/ausserunterrichtliches/arbeitsgemeinschaften-im-schuljahr-2018-2019/aeg-ein-stein-tueftler