18.06.2019 :: Fachschaften / Musik / Zu Besuch bei Prokofjew und Strawinsky / 

Klasse 8a1 mit viel Tamtam

Das Tamtam, ein großer ostasiatischer Metallgong, war bei den Schülerinnen und Schülern der Klasse 8a1 der klare Favorit unter den Schlaginstrumenten während ihres Besuchs beim  Concervatoria Symfonie Orkest, einem großen Sinfonie-Orchester, bestehend aus einem internationalen Kreis von Musikstudenten aus Maastricht, Tilburg und Brüssel. Während seiner intensiven Probephase in der Prümer Karolingerhalle bereitete das Orchester Werke von Sergej Prokofjew und Igor Strawinsky vor. Deshalb war klar, dass außergewöhnliche Instrumente zu hören und zu sehen sein würden und dass ein Besuch der Probe sich lohnen würde. Die Schüler konnten nicht nur hören und sehen, sondern auch kräftig zuschlagen.

Bericht im TV von Lisa Gilz (Ehemalige des Regino-Gymnasiums):

Ein musikalischer Abend ganz umsonst

(Prüm) Studenten aus den Niederlanden und Belgien proben derzeit unter der Leitung des Dirigenten Etienne Siebens in Prüm. Das Sinfonieorchester lädt alle Bürger zu einer Generalprobe für den heutigen Donnerstag ein.

Prüm. Bis zu neun Stunden proben die 18- bis 24-jährigen Instrumentalisten der Musikhochschulen von Maastricht und Tilburg (Niederlande) sowie Gent (Belgien) täglich, teils unter Mitwirkung von erfahrenen Streicher- und Bläserdozenten, um die jungen Musiker bestmöglich auf die Anforderungen in einem großen Sinfonieorchester vorzubereiten.
Anschließend wird das Orchester im Rahmen einer kleinen Konzerttournee verschiedene Städte in Belgien und den Niederlanden besuchen.

Musik die verzaubert

Einen ersten Eindruck konnten sich schon die Klassen 5a1, 5a2 und 5p des Prümer Regino-Gymnasiums verschaffen. Mit dem Musiklehrer Martin Leineweber besuchten sie bereits eine der Proben. Obwohl es nur eine Satzprobe war, das heißt nur ein Teil der Besetzung probte, empfanden die Kinder die Musik als "wunderschön", "abwechslungsreich", "mystisch", "romantisch", "atemberaubend", "zart" und "heftig" zugleich.
Von den Neun- bis Elfjährigen spielen die meisten selbst ein Instrument, manche sogar drei, wie beispielsweise Max Becker (10) aus Prüm. "Musik ist wunderschön", sagt Luisa Leufgen (10), aus Rommersheim. "Gerade bei solchen Projekten kann man die Musik mit anderen teilen und neue Freunde finden."
Auch Manuel Weber (10) aus Herscheid gefällt die Musik so gut, "weil so viele Menschen zusammen sind". Andere, wie Lara Lenerz (10), aus Burbach, nehmen sich das ganze Projekt als Vorbild: "Später möchte ich auch mal so gut spielen."
Obwohl sie alle noch sehr jung sind, können sie die Instrumentalisten verstehen: "Mir gefällt die Musik, weil sie mich befreit und es Spaß macht zu musizieren.", sagt Sophie Becker (10) aus Prüm.
Das Orchester lädt alle Bürger ein, sich die Ergebnisse der Proben anzuhören: Bei der öffentlichen Generalprobe am heutigen Donnerstag, 9. Oktober, um 20 Uhr in der Karolingerhalle Prüm.

Eine Probe voll russischer Klänge
Auf dem Programm stehen unter anderem Sergej Prokofjews "Romeo und Julia"-Vertonung und Igor Strawinkys "Petruschka".
Und auch wenn die Niederländer und Belgier in Deutschland russische Stücke spielen, so gibt es kein Problem mit der Kommunikation. Denn schon deutsche Schriftsteller E.T.A. Hoffmann hat gesagt: "Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an." lg/red