21.08.2019 :: Fachschaften / Musik / "Der kleine Klavierbauer" / 
„Der kleine Klavierbauer“ am Regino

Musikinstrumente sind lebendige Objekte. Sie reagieren empfindlich auf ihre Umgebung. Hörbar wird der Einfluss von Temperatur und Luftfeuchtigkeit durch Veränderungen der Tonfrequenzen. Regelmäßiges Stimmen ist die notwendige Konsequenz, wenn die menschliche Hörempfindung nicht gestört werden soll. Dieses Stimmen ist für Musikerinnen und Musiker weniger ein lästiger Akt der Vorbereitung, sondern eine Art der Kommunikation mit dem Instrument.

Anlässlich der Stimmung des Klaviers und des Flügels in den beiden Musiksälen unserer Schule, am 7. Mai 2014, hat die Fachschaft Musik die Mitarbeiter der Klavierbaufirma Hübner aus Trier eingeladen, den „Kleinen Klavierbauer“ – eine kindgerechte Veranschaulichung und Demonstration von Bau, Funktionsweise und Geschichte des Klaviers - durchzuführen. Alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5 haben sich dafür im Musiksaal versammelt. Mike Wirtz hatte erstaunliche Klavierbau-Utensilien in seinem Gepäck: Elfenbein (früher für die weißen Tasten in Verwendung), Kupferdraht, Knochenleim, Fischleim, u.v.a. Die Komplexität des Klaviers lässt sich gut in Zahlen veranschaulichen: 88 Hämmerchen (manchmal noch mehr) müssen mittels einer reibungslos und gleichmäßig funktionierenden Mechanik in Gang gesetzt werden; ca. 250 Wirbel müssen bedient werden, um die entsprechend hohe Anzahl an Saiten zu stimmen; insgesamt wirken über 20 Tonnen Druck auf den gusseisernen Rahmen.

Anhand eines kleinen Testbogens konnten die Schülerinnen und Schüler ihr neues Wissen überprüfen.