19.01.2019 :: Fachschaften / Geschichte / Besuch in Hinzert / 
10p besucht Hinzert
Die Klasse 10p besuchte das ehemalige SS KZ-Sonderlager Hinzert.

Am Montag, den 27.01.2014, besuchte die Klasse 10p des Regino-Gymnasiums das ehemalige SS KZ-Sonderlager in Hinzert. Ein ähnlich kalter Tag dürfte es gewesen sein, als die russische Armee am 27.01.1945 die Gefangenen und eigentlich schon zum Tode Verurteilten des KZ Auschwitz befreite und dem Morden zumindest dort ein Ende bereitete. Bis heute jedoch hält die Fassungslosigkeit angesichts des Verbrechens des Holocausts und der systematischen Ausschaltung politischer Oppositioneller vor und während des Zweiten Weltkrieges an. Das KZ in Hinzert war kein Vernichtungslager wie etwa Auschwitz oder Sobibór. Es gibt dort weder Baracken, noch Gaskammern oder ein Krematorium zu besichtigen. Auf den ersten Blick mutet das Gelände an wie ein Soldatenfriedhof; Steinkreuze in Reih und Glied, eine Kapelle, ein Denkmal. Irgendwie unspektakulär, wäre dort nicht auch die 2004 errichtete Gedenkstätte (siehe Hintergrund des Bildes), in welcher Gefangene des Lagers sozusagen wieder zu sprechen beginnen. Anhand von Bildern und Zeitzeugenberichten wurde uns der Alltag der Insassen ein klein wenig näher gebracht. Wir erfuhren von Demütigungen, Grausamkeiten jedweder Art, Hunger und allen möglichen Entbehrungen, die sich keiner von uns so recht vorstellen kann und auch kaum hätte ausdenken können. Daher hinterließ der wenn auch nur kurze Besuch dieses ehemaligen Konzentrationslagers seine Spuren bei den Schülerinnen und Schülern. Als besonders beschrieben einige Schüler folgende Widersprüchlichkeit. Einerseits wolle man sich damit auseinandersetzen und sei auch gespannt, was es dort zu sehen / zu erleben gäbe. Andererseits sei der Besuch angesichts der Berichte von einem sehr bedrückenden Gefühl, ja, Fassungslosigkeit, begleitet worden.

Einig waren sich alle Schülerinnen und Schüler jedoch darüber, dass Gedenkstätten wie in Hinzert auch weiterhin gepflegt und besucht werden müssten, um nicht zu vergessen!

Dennis Diehl           


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