21.09.2017 :: Schul-AGs / Theater AG / 

Zirkus Kapitalia – Manege frei für die dreckige Realität

Die Freiheit ist tot.

Von Martin Leineweber

In diesem Jahr hat sich die Theater-AG des Regino-Gymnasiums in Zusammenarbeit mit der Zirkus-AG mit einer bitter-süßen Satire ganz nah an den Abgrund gewagt, an jenen Abgrund, auf den die Menschheit unaufhaltsam zu rennt, indem sie sich als konsumierende Masse, einer tumben Schafherde gleich, der Manipulation durch den Markt, der scheinbar grenzenlose Individualität und Freiheit verspricht, widerstandslos ergibt und ihr Geld für den „letzten Dreck“ ausgibt; indem sie - die Menschheit - sich für die zweifelhaften Ziele jener nach Macht gierenden Weltenlenker instrumentalisieren lässt, die mit ihren Parolen die Welt gefährlich vereinfachen und über Leichen gehen. Die Waffenindustrie reibt sich in böser Freude die Hände, während sich gehirngewaschene Generäle an Krieg und Terror aufgeilen. Und was ist mit der Religion? – Wer das Öl hat, hat die Religion. Die Medien, deren eigentliches Ziel es ist, Aufklärung zu bringen, werden als Lügenpresse diffamiert und schließlich zur gezielten Desinformation genutzt. Die Freiheit, verkörpert durch die Statue of Liberty, verliert und wird zu Grabe getragen.

Das Bühnenbild zeigt eine Zirkusmanege. Illusion, Manipulation (Zauberei), Ablenkung vom Alltag, aufgeheizte Massen aber auch Spannung, Humor, Ironie und Narrenfreiheit haben hier ihren Platz. Darüber hinaus erlaubt dieses Setting eine lose Aneinanderreihung von Handlungssplittern in atemberaubender Geschwindigkeit, die dem Charakter des heutigen Medienkonsums und zwischenmenschlicher Kommunikation sehr nahe kommt und so an sich wiederum als ironische Spiegelung fungiert.

Der Einsatz raffinierter Requisiten, ausgewählter Live-Musik, die Einbindung artistischer Darbietungen, Humor - hintergründig bis schwarz -, aber vor allem die reifen Leistungen der jungen Schauspielerinnen und Schauspieler machen Zirkus Kapitalia zu einer insgesamt sehr gelungenen, spektakulären Satire.

Die Schulgemeinschaft und das Publikum danken allen Mitwirkenden:

Die Clowns: Jessica Becker, Nils Becker, Luca Dimmer, Jana Dingels, Anna Eich, Maja Esch, Aninja Fischer, Marilia Fischer, Cosima Kremer,

Benjamin Kuschnerus, Anne-Ly Redlich, Lena Schmitz

Die Zirkus-AG: Leitung: Marilia und Aninja Fischer

Sina Elsen, Lelio Fischer, Kim Marbach, Veronika Peifer-Weihs, Daniel Zerbe

Die Zirkus-Band: Leitung: Markus Wolsiffer, Lena Igelmund, Alexander Heck, Nikolaus Keil, Jonas Krämer, Luisa Sterges, Mathias Wirtz

Kostüme: Katja Schaper-Fischer

Plakat und Maske: Anne-Ly Redlich

Technik: Manuel Ruhe

Gesamtleitung: Dorothea Ehlen, Maria Kühn

Dank gilt auch allen anderen, die das Projekt tatkräftig unterstützt haben, vor allem Herrn Hafner und dem Fachbereich Sport!

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Was für ein Zirkus! - Theater-AG am Regino 2017

Hochverehrtes Publikum! Wir laden ein zum größten Spektakel der Welt, in den glanzvollen Zirkus Kapitalia!

Hier regieren die Clowns: Sie spielen, pöbeln und turnen durch unsere fantastische Welt, in der alles und nichts möglich ist.

Wir sind so frei und beseitigen die Freiheit!

Unser Programm: Wir zeigen euch die Mächtigen und wie sie es wurden, die Kleinen und wie sie es immer bleiben, die Gierigen, die Doofen, die Mitläufer sowie die Verführer, die Sauberen und die Schmutzigen und wir zeigen euch, woran es sich wirklich zu glauben lohnt: den Kühlschrank!

Im Zirkus der unbegrenzten Möglichkeiten läuft alles ohne Netz und ohne doppelten Boden!

Das müsst ihr gesehen haben!

Im Waschsalon - Improvisationsabend der Theatergruppe am Regino-Gymnasium: Montag, 19.Dezember, Großer Musiksaal, 19.30 Uhr. Das Publikum bestimmt! Wir spielen!

Wo bitte geht´s zu Molière?

Von Jacqueline Pradella-Binte


Ein Theaterbesuch der besonderen Art erwartete die Zuschauer, die sich am 9. und 10. Juli 2016 zur Aufführung des Stückes „Wo bitte geht´s zu Molière?“ in der Turnhalle des Regino-Gymnasiums in Prüm einfanden. Die Theater-AG des Gymnasiums hatte im laufenden Schuljahr unter Leitung von Doris Ehlen und Maria Kühn basierend auf der Komödie „Die lächerlichen Preziösen“ Molières ein eigenes Stück geschrieben, in dem die Inszenierung der genannten Komödie unter der Leitung zweier gänzlich unterschiedlicher Regisseurinnen (Nataša Adžić und Hanna Proll) und ihrer oft der Verzweiflung nahe stehenden Dramaturgin (Anínja Fischer / Cosima Kremer) einstudiert wird. In Molières Komödie planen Madame und Monsieur Gorgibus (Jessica Becker und Benjamin Kuschnerus) die schnelle Verheiratung ihrer Tochter Magdelon (Jana Dingels) und deren Cousine Cathos (Marilia Fischer). Diesen schwebt es aber vor, gemessen an der „Karte der Zärtlichkeiten“ umworben zu werden. Daher weisen sie die für sie ausgewählten Liebhaber La Grange (Lena Schmitz) und Du Croisy (Hannah Louw) enttäuscht und hochnäsig ab.

Im Gegenzug folgt die Rache der Verschmähten: Sie lassen ihre Diener verkleidet als Marquis des Masquarille (Nils Becker) und Vicomte de Jodelet (Luca Dimmer) als angebliche Vertreter der feinen Gesellschaft die beiden Heiratswilligen nach allen Regeln der aktuellen Pariser „Anleitung zum Zärtlichsein“ umwerben. Die Handlung der zugrundeliegenden Komödie wird immer wieder unterbrochen von unterschiedlichen Anweisungen und dem Zoff beider Regisseurinnen. Die daraus resultierende Komik wird durch das leidenschaftliche Spiel aller Darsteller und durch deren ausgeprägte Mimik und Gestik noch unterstrichen. Neben den bereits erwähnten Darstellern spielten Nicole Fandel und Anna Eich als Diener und Musiker.

Ein herzlicher Dank geht an Katja Schaper-Fischer, die mit Liebe zum Detail die Gestaltung der Kostüme und die Arbeit in der Maske übernommen hat, ebenso an Katharina Becker und Alexandra Becker für die Gestaltung des Werbeplakates, der Bühnendekoration und der musikalischen Betreuung sowie an die beiden Techniker Manuel Ruhe und Marvin Backes, die nur dann patzten, wenn es das Script vorschrieb.

Wo geht’s bitte zu Molière? - Regino-Schultheater 2016

v.l. Marilia Fischer, Nils Becker und Jana Dingels

 

Wo bitte geht´s zu Molière? Das fragen sich auch die zwei Regisseurinnen Bormann und Schlendowiak , die in einem kleinen Theater die Komödie „Die lächerlichen Preziösen“ des französischen Autors inszenieren sollen.

Die beiden haben nämlich sehr unterschiedliche Vorstellungen von der Aufführung und streiten nun während einer Probe immer wieder über die richtige Auslegung des Textes.

Streit haben auch die Figuren des Stückes: Madame und Monsieur Gorgibus wollen ihre Tochter Magdelon und deren Cousine Cathos möglichst schnell verheiraten und haben auch schon zwei brave Bewerber ausgesucht. Die beiden Mädchen sind aber von deren gängigen und, wie sie finden, derb-langweiligen Liebeswerbung enttäuscht und wollen nach allen Regeln der aktuellen Pariser „Anleitung zum Zärtlich-Sein“ verführt und gewonnen werden. Die abgewiesenen Heiratsbewerber spielen den „Provinzgänsen“, wie sie sie beschimpfen, deshalb einen Streich. Sie schicken ihre beiden Diener zu den Damen, um sie mit allerlei verrückten Liebesmanövern an der Nase herumzuführen.

Streit und Missverständnisse im Stück sind natürlich ein gefundenes Fressen für unsere beiden Regisseurinnen, um sich so richtig zu zoffen und schließlich auch die Schauspieler in ihren Meinungskampf einzubeziehen. Das kann nur heiter werden!

Es spielen:

Natasa Adzic, Hannah Proll, Anna Eich, Marilia Fischer, Benjamin Kuschnerus, Jana Dingels, Nicole Fandel, Aninja Fischer, Hannah Low, Jessica Becker, Lena Schmitz, Cosima Kremer, Nils Becker, Luca Dimmer

 

Kostüme: Frau Fischer

Technik: Manuel Ruhe

Leitung: Dorothea Ehlen, Maria Kühn

Premiere:

9. Juli : 19.30 Uhr

Zweite Aufführung:

10. Juli: 18.00 Uhr

Eingang: Hahnplatz

Eintritt: frei

Dauer: ca 1 Stunde

Liebe Fußballfreunde: Am 10. Juli kann man problemlos zu uns kommen, denn danach ist man rechtzeitig zum Spielbeginn vorm Fernseher!

Theater macht stark

Von Martin Leineweber

„Ich ziehe das Schultheater den professionellen Bühnen vor. Es macht einfach mehr Spaß zuzuschauen, weil es nicht perfekt ist und Unerwartetes bietet.“ Diese Aussage eines Kollegen vor einigen Jahren kommt mir immer dann in den Sinn, wenn ich selbst das Schultheater besuche und ich bin geneigt ihm zuzustimmen. Das vergangene Wochenende bot im Prümer Raum und darüber hinaus reichlich Gelegenheit dazu, Schultheater vom Feinsten zu genießen.

Brave New World (dt. Schöne neue Welt) von Aldous Huxley wurde am Regino-Gymnasium in zwei öffentlichen Aufführungen geboten. Erneut ein großer Wurf unserer Theatergruppe. Auf vielen Ebenen gab die Produktion Anlass zu höchstem Lob: etwa die Anpassung an neue Räumlichkeiten, die Einbeziehung neuer Darsteller, die Klarheit der sprachlichen Deklamation, die Berücksichtigung individueller Fähigkeiten von Darstellern oder die Einbeziehung von selbstgemachten musikalischen Impulsen. Keine dieser Komponenten wirkte in ihrer Ausführung zufällig oder kompromisshaft.

In der Reflexion des Theaterbesuchs drängen sich zwei Gedanken besonders auf. Erstens: Angesichts sowohl aktueller Zahlen zu wachsendem Drogenkonsum als auch der Diskussion über Möglichkeiten menschlicher Einflussnahme auf Anfang bzw. Ende des Lebens frage ich mich, ob sich Huxley im Jahre 1932, als er sein Stück veröffentlichte, nicht um 500 Jahre verschätzte. Sind wir noch so weit von seiner Vision entfernt? Ist die Realität der Wirklichkeit nicht schon so nahe, dass die dramatische Kontur verschwimmt?

Zweitens: Eine hochinteressante und meist erfreuliche Seite des Lehrerberufs ist die Möglichkeit, Zeuge der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen über einen langen Zeitraum hinweg zu sein. Diesbezüglich war der Theaterbesuch nicht weniger als eine Offenbarung, besonders im Hinblick auf die neuen Darsteller im Kader, die man im unterrichtlichen Kontext schon seit einigen Jahren zu kennen glaubte.  Die außerordentlichen schauspielerischen Fähigkeiten einer Sigrun Schmidt, einer Lena Dahmen, einer Anna Penner, einer Jana Dingels, einer Anne Ly Redlich oder einer Svenja Tautges, insbesondere aber einer Natasa Adzic, bedürfen keiner weiteren Hervorhebung mehr. Dass Jenny Schößler einmal die Bühne erobern und dort eine starke Präsenz zeigen würde, ist folgerichtig. Endlich hat die Bühne sie gefunden, möchte man sagen. Ihr Auftritt vielversprechend. Wer aber hat mit dem kraftvollen und leidenschaftlichen Spiel der Debutanten Barbara Kuschnerus und Benjamin Kuschnerus gerechnet? Ich muss meine Verblüffung gestehen und mehr noch meine Freude darüber, dass Schüler mich in dieser Weise verblüffen.

Danke an alle anderen Mitwirkenden, die Mitglieder des Mittelstufenchors, Frau Becker, Manuel Ruhe und Max Willems für die Technik, Jane Lauxen für die Maske, Katharina Becker für die Plakatgestaltung.

Der allumfassende Dank gilt Frau Dorothea Ehlen und Frau Maria Kühn, dem schöpferischen Team, das die Theaterprojekte am Regino-Gymnasium mit zuverlässiger Kontinuität und  hohem pädagogischem Geschick begleitet. Man darf gespannt sein, was die Zuschauer im nächsten Jahr erwartet.

Die Theatergruppe am Regino-Gymnasium präsentiert: Schöne neue Welt

Wir befinden uns im Jahr 2540. Nach den Kriegen und Katastrophen der vergangenen Jahrhunderte ist ein Staat entstanden, der eine "Schöne neue Welt" sein könnte. Leid und Leidenschaft sind abgeschafft, Fortpflanzung erledigt man in sogenannten "City-Brütern" und alle sind auf totale Solidarität getrimmt. Auch Männer gibt es in diesem Staat glücklicher Frauen keine mehr, wäre da nicht ein Wilder, den man zu Forschungszwecken aus einem der letzten Reservate der Welt geholt hat und der diese perfekte Welt durcheinander bringt, in der man sich das Glück normalerweise mit der allgegenwärtigen Droge "Soma" verschafft. Aus der Perspektive des Wilden zeigt sich dieser Staat in seinem Irrsinn, seiner Verlogenheit und in seiner Reduktion des Lebens auf die Nützlichkeit. Der junge Mann erlebt die Verführungen, aber auch die Abgründe des organisierten Dauerglücks, wo Liebe durch Fühlfilme und Freiheit durch Konditionierung und Indoktrination ersetzt sind. Die Vision Aldous Huxleys in seiner Dystopie aus dem Jahr 1932 wirkt heute in manchen Situationen erschreckend aktuell. Unsere Inszenierung entstand aus einer gemeinschaftlich geschriebenen Szenenfolge in Anlehnung an die Romanvorlage und soll zeigen, dass gerade die absurden Situationen in dieser Zukunftswelt unserer Realität gefährlich nah kommen.  Aufführungen sind am Freitag, 17. Juli, und am Samstag, 18. Juli, jeweils um 20.00 Uhr in Raum 4 (Kellermusiksaal) Die Schulgemeinschaft und alle interessierten Externen sind herzlich eingeladen!

Besetzung:

Lenina Crowne: Jenny Schößler

Bernardette Marx: Lena Dahmen

Helma Watson: Anna Penner

John: Benjamnin Kuschnerus

Linda: Barbara Kuschnerus

Minerva Mond: Natasa Adzic

Direktorin City Brüter: Jana Dingels

Fanny: Svenja Tautges/ Anne Ly Redlich

Erzsängerin: Sigrun Schmidt

Zwillinge: Max und Sophie Becker

Musiker und Volk: Mitglieder des Mittelstufenchors unter der Leitung von Frau Becker

Technik: Max Willems/ Manuel Ruhe

Plakat: Katharina Becker

 

Regie: Dorothea Ehlen/ Maria Kühn

Ein paar Appetithäppchen gefällig?
„Oh, wer einmal jemand anders sein könnte! Nur ´ne Minute lang...“

Georg Büchners Komödie „Leonce und Lena“ wurde am 19. Und 20. Juli 2014 von der Theatergruppe des Regino-Gymnasiums in Prüm und Ende Juli beim Theatertreffen der Schulen in Pirmasens mit großem Erfolg aufgeführt. 

Die Mitglieder der Theatergruppe freuten sich, dass sie in diesem Jahr zum zweiten Mal zum Theatertreffen der Schulen in Rheinland-Pfalz eingeladen worden sind. Letztes Jahr gelang dies bereits mit dem selbstgeschriebenen Stück „Monsters next door“ über einen verhinderten Amoklauf in einer Schule. Diesmal ging es nach Primasens in die Pfalz, wo sich wieder sieben ausgewählte Schulgruppen aus dem ganzen Land vom 21. bis 24. Juli mit ihren Inszenierungen zu einem Festival mit Workshops unter der Leitung von Theaterprofis  trafen und sich in Werkgesprächen intensiv über ihre Arbeit austauschten.

In der Politsatire  Leonce und Lena von Büchner geht es um Stillstand und Langeweile in einem fiktiven Königreich, um scheiternde Ausbruchsversuche und um die Möglichkeiten einer glücklichen sinnerfüllten Liebe.

Die Handlung mit Versatzstücken aus Shakespeares Verwechslungskomödien, Bezügen zu Motiven der Romantik und politischer Satire gefiel uns. Wir entschieden uns für die Inszenierung im Stil einer Groteske, die sich auch in Kostümen und Maske niederschlug.

Hier einige Impressionen:

Uraufführung des Stückes „Monsters Next Door“ verfasst von der Theatergruppe am Regino-Gymnasium

Ein Stück über den ganz alltäglichen Wahnsinn und dessen mögliche Folgen

 

Aufführungen:   Uraufführung: Samstag, 22. 6. 13     20.00 Uhr Musiksaal

                            Zweite Aufführung: Sonntag, 23. 6. 13     20.00 Uhr  Musiksaal

Eintritt frei

 

Darsteller:

Anna Penner, Svenja Tautges, Lena Dahmen, Marie Kaldenbach, Sinje Lauxen, Marie Balter, Jane Lauxen, Natasa Adzic, Elvira Axt, Frederik Kaldenbach, Fabian Barte, Timo Geibel

Leitung und Regie: D. Ehlen, K. Becker (MSS 12), M. Kühn

                                  

Inhalt und Entstehung des Stückes „Monsters Next Door“:

Liest man von einer Gewalttat oder einem Amoklauf an einer Schule, fragt man sich: Wer tut so was? Was sind das für Monster? Darum geht es in unserem Stück.

Schülerinnen und Schüler treffen sich in alltäglichen Situationen. Sie haben Frust im Unterricht, zu Hause erleben sie Schwierigkeiten mit den Eltern, in der Beziehung kriselt es, sie sind Opfer von Mobbing oder sexueller Belästigung. Oft haben sie Angst darüber zu reden oder fühlen sich von allen missverstanden. Manche von ihnen verlieren deshalb ihr Selbstvertrauen und irgendwann auch den positiven Bezug zu ihrem Leben.

 

  

Bei unseren Recherchen haben wir herausgefunden: Vor der Aggression gegen andere steht sehr oft der Hass auf sich selbst und das Leiden unter persönlichen Problemen, mit denen man allein bleibt. Nach außen bleiben die Betroffenen oft ganz unauffällig. Aber im Geheimen brodelt es.

Ausgangspunkt für das Theaterprojekt „Monsters Next Door“ war unsere Beschäftigung mit Stress und Ärger im Leben Jugendlicher, die im schulischen Alltag eine Rolle spielen und sich irgendwie Raum schaffen. Wir haben uns in diesem Zusammenhang gefragt, wieso es in ganz wenigen, dafür aber spektakulären Fällen zu Amokläufen oder Gewaltakten in der Schule kommen kann, auch wenn die Probleme meistens außerhalb der Schule liegen.

Zunächst haben wir Figuren mit Biografien erfunden, die wir dann in einem Szenentableau miteinander vernetzt haben.

Szenen aus der schulischen Realität wechseln sich ab mit Symbolszenen, in denen eine oder mehrere Figuren mit ihren geheimen Wünschen, Gedanken, Visionen gezeigt werden. Unterbrochen wird die Szenenreihe durch Blogbotschaften, welche einen Blick in die Gedankenwelt eines solchen Leidenden gewähren.

Dabei ist es uns wichtig zu zeigen, dass keiner auf den ersten Blick als potentieller Täter oder Täterin zu erkennen ist, dass also auch die Zuschauer sich fragen sollten, welche der gezeigten Figuren zu einer gewaltsamen Tat in der Lage wäre. 

 

Die Gruppe

Wir sind eine Gruppe von 16 Schülerinnen und Schülern, die in dieser Zusammensetzung schon seit zwei Jahren Theater macht. Bisher haben wir zwei Shakespearebearbeitungen aufgeführt. „Monsters Next Door“ ist unser erster Versuch, ein eigenes Stück auf die Bühne zu bringen.


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