19.10.2019 :: Fachschaften / Verkehrserziehung / 
Verkehrssicherheitstage am Regino-Gymnasium

Junge Autofahrer zwischen 18 und 25 Jahren sind deutlich überproportional an Verkehrsunfällen beteiligt. Immer wieder kommt es auch zu schweren Unfällen unter Beteiligung von Fahranfängern, wie unsere Schulgemeinschaft es in den letzten Jahren zweimal auf so tragische Weise erfahren musste. Um für diese Gefahren zu sensibilisieren und darüber zu informieren, hat das Regino-Gymnasium am 11./12. März in Zusammenarbeit mit der Kreisverkehrswacht und dem DRK Verkehrssicherheitstage für die Jahrgangsstufe 12 veranstaltet.

Zum Einstieg erleben die Schüler auf dem Schulhof hautnah einen „Unfall“ mit: ein betrunkener Fußgänger geht über die Straße und wird von einem heranbrausenden Auto erfasst. Er hat keine Chance mehr auszuweichen, landet auf der Motorhaube des Wagens, überschlägt sich und knallt auf den harten Teer der Straße, wo er liegenbleibt. Das Auto rast ohne anzuhalten weiter. Zum Glück handelt es sich nur um einen Stunt. Der „Betrunkene“ demonstriert anschließend noch einmal, wie er den Aufprall bei 30 km/h unverletzt überstehen konnte, nämlich mit dem Rücken zur Motorhaube und mit eingezogenem Kopf, aber er rät auch dringend davon ab, einen solchen Stunt selbst einmal auszuprobieren. Das Erlebnis sitzt bei den Schülern tief und sensibilisiert sie für die Arbeit in den folgenden Stunden.

In drei Arbeitsgruppen mit dem Deutschen Roten Kreuz, der Polizei Prüm und dem Rechtsanwalt Ralf Mathey, dem Vorsitzenden der Kreisverkehrswacht Bitburg-Prüm, wird das simulierte Unfallgeschehen auf dem Schulhof aufgearbeitet und aus verschiedenen Aspekten beleuchtet. So informiert die Polizei, vertreten durch Herrn Zeimetz und Herrn Tautges,  über das Thema Alkohol und Drogen mit einem kleinen Fahrsimulator und lässt die Schüler mit einer „Rauschbrille“ einen Eindruck vom Fahren unter Alkoholeinfluss gewinnen. Rechtsanwalt Mathey behandelt strafrechtliche und zivilrechtliche Aspekte des Fehlverhaltens im Straßenverkehr für Fahrer und Fußgänger und das DRK  mit Frau Houscht und Herrn Benzel führt eine praktische Schulung durch, wie man sich bei Verkehrsunfällen verhalten soll, insbesondere bei verletzten Personen. Es wird deutlich, wie wichtig das Handeln der Ersthelfer am Unfallort ist, weil die Zeitspanne bis zum Eintreffen eines Rettungsdienstes oft zu groß ist.

Wie notwendig solche Verkehrssicherheitstage sind, belegt ein Blick in die Statistik. Folgende Informationen gibt  PHK Richard Zeimetz zu Beginn der Veranstaltung: die jungen Fahranfänger zwischen 18 und 25 Jahren machen zwar nur 8% der Bevölkerung aus, sie sind aber an 18 % aller Unfälle und sogar an 25% aller Unfälle mit Verletzten beteiligt. Um diese schlimme Bilanz zu verbessern, ist die Präventionsarbeit so wichtig.

Diesen Gedanken betont auch Udo Weis, der Verkehrssicherheitsbeauftragte des Regino-Gymnasiums, in seinem Eröffnungswort: wir hoffen, mit dieser Veranstaltung dazu beizutragen, dass gerade die Fahranfänger für ein vorsichtiges, rücksichtsvolles und defensives Verhalten im Straßenverkehr motiviert werden und dass sie in Unfallsituationen richtig und schnell reagieren und so Leben retten helfen.

Die gelungene Veranstaltung war nur möglich durch großzügige Spenden von Sponsoren. Wir danken den folgenden Sponsoren: die Autohäuser Mais-Glandien, Baltes und Gehrke, die Provinzialversicherung Pütz, die Kreisverkehrswacht und der Stuntman.

Udo Weis