19.01.2019 :: Fachschaften / Geschichte / Erinnerung an die Opfer eines mörderischen Regimes / 
Erinnerung an die Opfer eines mörderischen Regimes

Schülerinnen und Schüler des Lk Geschichte (Frau Braus) während der Gedenkfeier in Hinzert:

"Heute hier zu sein, ist für uns, die Schüler des Leistungskurses Geschichte des Regino-Gymnasiums Prüm, eine große Ehre. Besonders, weil wir erst vor wenigen Monaten die Chance bekamen, an einem Schüleraustausch mit Luxemburg teilzunehmen und viel über die Geschichte dieses Landes zu erfahren. Auch ein vorausgegangener Austausch mit Polen sowie zwei Fachtagungen in Hinzert haben uns die Grausamkeiten des 2.Weltkrieges näher gebracht. Wir konnten uns mit Einzelschicksalen befassen, wodurch uns die Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus bewusster wurde als je zuvor. Genau aus diesem Grund möchten auch wir heute der Opfer und ihrer Familien gedenken." (Kristina Zekonja)

 

„Wie die luxemburgischen Gefangenen sich während ihrer Gefangenschaft hier in Hinzert fühlten, wissen wir nicht genau. Wir wissen lediglich ungefähr, was mit ihnen geschehen ist, und können erahnen, was sie an unermesslichem Leid, Misshandlungen, aber auch an Hunger und Durst erlitten haben. Sie wurden nicht nur körperlich, sondern auch seelisch misshandelt.“ (Miriam Bormes)

 

 „Die luxemburgischen Gefangenen halfen den Inhaftierten anderer Nationalitäten, indem sie ihnen deutsche Begriffe beibrachten, wie deren Haftnummer. Diese Vorgehensweise ersparte den anderen Gefangenen Schmerz und Leid, da diese sonst bestraft worden wären. Es war ein risikoreiches Unternehmen, aber es zeigte die Einstellung der Luxemburger. Sie überwanden die Barriere der Nationalitäten und zeigten sich solidarisch. Dies zeigt menschliche Größe, vor allem wenn man bedenkt, unter welchen schweren Umständen die Gefangenen leben mussten.“ (David Bach)

  

„Die Geschichte der Luxemburger im 2. Weltkrieg hat mich erschüttert. Es ist mir zwar vieles über den 2. Weltkrieg bekannt,  die Geschichte unseres Ländernachbarn war mir jedoch neu. Ich habe erfahren, mit welcher Brutalität die Deutschen versuchten dieses Land an sich zu reißen. Leider gibt es bis heute keine offizielle Entschuldigung der deutschen Politiker, z.B. des Bundespräsidenten, zu dem Unrecht, das den Luxemburgern im 2.Weltkrieg angetan wurde.“(Florian Hoffmann)

 

„Wir sind die letzte Generation, die mit Zeitzeugen in Kontakt treten kann und so aus erster Hand erfahren kann, wie die NS-Zeit erlebt wurde. Durch dieses Privileg ergibt sich uns aber auch eine Aufgabe: die Ereignisse und Geschichten, die wir in Hinzert erfahren durften, müssen für die folgenden Generationen erhalten bleiben, da diese keine Möglichkeit haben,  ihre Informationen, besonders die persönlichen Eindrücke, von einem Zeitzeugen zu erfahren.“ (Sebastian Lux)

 

„Das, was geschehen ist, kann man leider nicht rückgängig machen. Was man aber tun kann, ist zu versuchen diese Ereignisse zu verstehen,- zu verstehen, was die Menschen damals alles ertragen mussten. Diese Opfer dürfen nicht einfach so vergessen werden, denn das haben sie am allerwenigsten verdient. Sie haben es verdient, dass man an sie denkt und sie in Ehren hält.“ (Vjosa Preteni)

  

„Wir alle hoffen, dass die Geschichten der Opfer nie in Vergessenheit geraten und dass die Familien den Schmerz irgendwann überwinden können.“ (Kristina Zekonja)  

Es ist unsere Pflicht aus dem Geschehen zu lernen, um uns einen offenen aber kritischen Blick auf die Gegenwart zu bewahren und zum richtigen Zeitpunkt nein sagen zu können.“

(Jonas Leibisch und sinngemäß alle Schüler des Kurses)

Auch die Presse berichtet (siehe hier)

 


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