18.12.2018 :: Schul-AGs / Ruanda / 
Schullandtag Rheinland-Pfalz

In diesem Jahr nimmt die Klasse 10a des Regino-Gymnasium Prüms am „Schülerlandtag Rheinland-Pfalz“ teil. Dieses Projekt findet dieses Jahr zum 28. Mal statt, bereits 1985 trafen sich erstmals Schülerinnen und Schüler um über politische Themen im Landtag in Mainz  zu beraten. Jedes Jahr werden vier Klassen von vier verschiedenen Schulen und aus verschiedenen Landesteilen ausgewählt, die am Schülerlandtag teilnehmen. Dabei stellt jede Klasse eine Fraktion, die einen Antrag einreicht. Der Antrag enthält bestimmte politische Forderungen einer jeden Klasse. Diese Anträge werden dann von allen vier Fraktionen im Schülerlandtag beraten und über sie wird abgestimmt. Die angenommenen Anträge werde zur Beratung den zuständigen Fachausschüssen des Landtags vorgelegt. So kann ein Projekt über den Schülerlandtag verwirklicht werden. Dieses Jahr findet der Schülerlandtag am 27. November statt.

Die Klasse 10a hat sich bereits auf ein Thema festgelegt. Sie will Schulen in unserem Partnerland Ruanda ermöglichen an das Internet angeschlossen zu werden.

 

Newsletter des Partnerschaftsbüros Kigali (Charlotte Kuhlmann) und Praktikumsberichte (Alexandra Braun)

Ruanda-Partnerschaft mit neuer Qualität

(Siehe weiter unten für eine französische Version dieses Textes)

Ziel der in der Partnerschaftsarbeit zwischen Regino-Gymnasium und Petit Séminaire Virgo Fidelis in Butare (heute Huye) aktiven Lehrer und Schüler war es seit längerem, dauerhaftere persönliche Kontakte zu ermöglichen. Diesem Anliegen diente bereits der Besuch der Schüler und Lehrer des Petit Séminaire anlässlich des Ruandatags in Prüm im September 2010. Durch ihre persönliche Anwesenheit wurde der über 25 Jahre andauernden Partnerschaft ein Gesicht verliehen, welches einen nie dagewesenen Grad an Vertrautheit schaffte. Und so war der Gegenbesuch der Schuldelegation des RGP zwischen dem 14. und 28. Juni 2011 nicht nur ein Akt der Pflichterfüllung, nicht nur die Repräsentation unserer Schule und unseres Bundeslandes, sondern persönliches Bedürfnis der Teilnehmer nach einem Wiedersehen.

Das Programm der Reise sah dementsprechend viel Zeit für gemein-same Unternehmungen mit Schülern und ehemaligen Schülern des Petit Séminaire vor. Dazu gehörte der Besuch der Genozid-Gedenkstädte Gisozi, der Besuch des ruandischen Nationalmuseums und eine Wanderung durch den Bergregenwald Nyungwe im Südwesten des Landes. Zu den kostbarsten Erfahrungen der Reisegruppe, insbesondere derer, die im Vorjahr Gastgeber gewesen waren, zählte der Besuch im Hause zweier Familien in der Umgebung Butares. Unter den besonderen Umständen war dies ein bewegendes Zeichen der Gastfreundschaft, wie es selbst unsere ruandische Reisebegleiterin nicht erwartet hätte.

Schon der durch den machtvoll-archaischen Klang der Ingoma-Trommeln ange-kündigte Empfang der Prümer Gäste in der Aula der Partnerschule, bei der alle Schüler und Lehrer zugegen waren, war eine große Willkommensgeste. Father Justus Musinguzi, Direktor der Schule, unterstrich in seiner mit zahlreichen Gesangsbeiträgen umrahmten Begrüßung die zukunftsweisende Bedeutung dieses Gegenbesuchs für die Beziehung zwischen den Schulen und zeigte sich überaus dankbar für die Unterstützung verschiedener Projekte durch das Regino-Gymnasium. Frau Dreher, Leiterin der Ruanda-AG und Benjamin Schürmann, als Vertreter der Schülerschaft, erwiderten den Gruß und brachten ihrerseits die Freude über die Gelegenheit zum Ausdruck, Land und Leute nun aus nächster Nähe kennenzulernen.

Ein Volleyball-Turnier, Karate-Showkämpfe und das Ausprobieren des als Gastgeschenk importierten Keyboards ermöglichten im Zuge des Besuchs eine entspannte Begegnung.

Im weiteren Verlauf der Reise, welcher an anderer Stelle gesondert dokumentiert ist, besuchte die Reisegruppe Kibuye (heute Karongi) am Kiwusee. Eine Bootsfahrt brachte sie nach Gisenyi (heute Rubabu), dicht an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo gelegen. Auf dem Weg nach Ruhengeri (heute Musanze) besuchte sie eine Teefabrik. Das dortige Hotel diente als Ausgangspunkt für verschiedene Expeditionen im Virunga-Nationalpark. Nach einer weiteren Übernachtung in Kigali führte der Weg in den Osten des Landes, zu den Rusumo-Wasserfällen an der Tansanischen Grenze, zum Frauenprojekt Imigongo und zum Akagera-Nationalpark.

Eingerahmt wurde die Reise durch den Besuch der Reisegruppe im Partnerschaftsbüro Rheinland-Pfalz-Ruanda in Kigali am ersten und am letzten Tag. Dies ermöglichte anfänglich eine Bewusstmachung eigener Erwartungen und Reiseziele und am Ende der Reise eine erste Bewertung des Erlebten.

M. Leineweber

Nouvelle qualité au sein de l’échange avec le Rwanda

Depuis fort longtemps déjà, professeurs et élèves actifs dans le partenariat entre le Regino-Gymnasium de Prüm et le Petit Séminaire de Butare (Huye), avaient pour but de rendre possible un contact plus personnel. La visite d’un groupe d’élèves et de professeurs venus lors de la journée du Rwanda à Prüm en septembre 2010 avait également cet objectif.

Leur présence pendant plus de deux semaines a conféré un aspect plus concret à ce partenariat qui dure déjà depuis plus de 25 ans et fait preuve d’un haut niveau de confiance réciproque. Ainsi la contre-visite de la délégation du Regino-Gymnasium entre le 14 et le 28 juin 2011 ne fut pas seulement une obligation, pas seulement le fait de représenter notre lycée et notre pays fédéral mais surtout un souhait personnel des participants de revoir des amis. Pour répondre à ce souhait, le programme du voyage a offert beaucoup de temps pour des activités partagées avec les élèves et les anciens élèves du Petit Séminaire, telle la visite du Centre de Commémoration du Génocide à Gisozi, la visite du Musée National du Rwanda et une marche à travers le parc national de forêt vierge « Nyungwe » au sud-ouest du pays. Parmi les expériences les plus riches, surtout pour ceux qui ont reçu un élève rwandais l’an dernier, il faut mentionner la visite chez deux familles aux alentours de Butare. Ce fut certainement un signe très fort d’amitié que même notre guide de voyage rwandais n’aurait pas attendu.

Déjà l’accueil des amis de Prüm dans la salle des fêtes où professeurs et élèves étaient tous réunis fut  un geste chaleureux de bienvenue. Le Père Justus Musinguzi, directeur du Petit Séminaire souligna dans ses paroles d’accueil, accompagnées par plusieurs représentations de chants, l’importance de cette contre-visite pour les relations entre les deux lycées. En même temps, il remercia le Regino-Gymnasium d’avoir soutenu différents projets. Mme Dreher, coordinatrice du « groupe de travail avec la Rwanda », ainsi que Benjamin Schürmann, représentant des élèves allemands, prirent la parole à leur tour en mettant l’accent sur la joie d’avoir l’occasion de faire connaissance du pays et de ses habitants.                                                                                       
Un tournoi de volley-ball, des combats démonstratifs de karaté et la mise en service du piano électrique amené en cadeau par le groupe de Prüm ont également contribué à ce que la rencontre se passe de façon agréable.Par la suite le groupe a visité Kibuye (aujourd’hui Karongi) au bord du lac Kivou, et est parti en bateau à moteur à Gisenyi (Rubabu), qui se trouve tout proche de la frontière congolaise.En cours de route vers Ruhengeri le groupe a fait une halte pour visiter une usine de thé. La ville de Ruhengeri (Musanze) a été le point de départ pour différentes excursions dans le parc national de « Virunga ». Après une halte d’une nuit à Kigali, le groupe poursuivit son chemin à l’est du pays afin de voir les chutes d’eau de « Rusumo » à la frontière avec la Tanzanie. Ensuite, dans la même journée, les participants eurent l’occasion d’admirer les oeuvres d’art (« Imigongo ») produites par un groupe de femmes. La journée se termina par l’arrivée au parc national de « l’Acagera ».
Ce voyage fut encadré par deux visites au bureau de jumelage Rhénanie-Palatinat-Rwanda à Kigali : le premier jour pour mettre en évidence les attentes de chacun et pour parler des différentes étapes du périple à travers le pays, le dernier jour pour parler de nos expériences.

                                                                                                                                  version française : B. Dreher

 


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