18.12.2018 :: Fachschaften / Latein / 
Ehemaliger Kollege Aloys Finken mit dem Werner – Blindert – Preis ausgezeichnet
Vorstandsvorsitzender der KSK Bitburg-Prüm Ingolf Bermes, Preisträger Aloys Finken und 1. Vorsitzender des Geschichtsvereins Prümer Land Volker Blindert (v.l.)

Im Gedenken an seinen Gründer und langjährigen Vorsitzenden verleiht der Geschichtsverein „Prümer Land“ den Werner – Blindert – Preis und ehrt in der Kategorie „Geschichte regional“ damit Personen, die sich durch ihre Arbeit große Verdienste um die Geschichtsforschung im Prümer Land erworben haben. Und dieser Preis ging im Jahre 2014 an einen langjährigen Kollegen des Regino – Gymnasiums, Aloys Finken aus Prüm, der mit seiner mehr als 44 Jahre hinweg durchgeführten Übersetzung und Herausgabe der mittelalterlichen Chronik des Mönches Servatius Otler (aus dem mittelalterlichen Latein ins Deutsche) eine wichtige Quelle zur Geschichte der Prümer Abtei erschlossen hatte. In seiner Laudatio würdigte Volker Blindert, derzeitiger Vorsitzender des Geschichtsvereins „Prümer Land“ das fast schon Lebenswerk des Preisträgers. Es sei nicht nur die Chronik Otlers der Nachwelt erhalten geblieben sondern durch Aloys Finken erst wirklich zugänglich gemacht worden. Der Geehrte selbst bedankte sich nach der Überreichung des Preises durch den Vorsitzenden des Geschichtsvereins „Prümer Land“ und Ingolf Bermes, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Bitburg – Prüm, bei der Festversammlung mit einem Vortrag über den Mönch Lupus von Ferriere und dessen Mühen, Geld für sein Kloster aufzutreiben. Umrahmt wurde die Preisverleihung, die im Fürstensaal des Regino – Gymnasiums stattfand, vom Gymnasium Prüm: Sigrun Schmidt (Violine) und StR Martin Leineweber (Flügel).

 

Von Fritz Recht

Herkules in der Krise – griechische Mythologie in politischen Karikaturen

„Latein ist tot, nicht mehr aktuell.“ Eine nicht selten gehörte Aussage. Stimmt das wirklich?

Die Mitglieder des Leistungskurses Latein am Regino-Gymnasium Prüm gehen dieser Frage in fünf Stunden Lateinunterricht pro Woche regelmäßig nach und stoßen häufig auf Gegenargumente.

Diejenigen zumindest, die zum morgendlichen Kaffee gerne die Zeitung im Wirtschaftsteil aufschlagen, konnten in diesem Frühjahr auch ohne Lateinunterricht in der Schule die gleichen Beobachtungen machen wie die 17 Schülerinnen und  Schüler der 11. Jahrgangsstufe. 

In Zeiten der Finanzkrise haben sich viele Karikaturisten eifrig antiker Mythen bedient, um die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage Griechenlands und Europas zu veranschaulichen. Da tauchen sie auf einmal alle auf: Der bärenstarke Herkules steht plötzlich ratlos vor einem kleinen rosa Sparschwein, Europa wird von ihrem „Krisen-Stier“ geworfen und Sisyphos muss einen tonnenschweren „Schulden-Stein“ den Berg hinauf rollen.

Die Mitlieder des Lateinkurses haben zusammen mit ihrem Lehrer Stephan Welker diese Karikaturen analysiert und dabei viele Bezugspunkte der antiken Denkmuster und Gestalten mit aktuellen politischen Problemen und Situationen festgestellt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung - hauptsächlich Karikaturen, die die Finanzkrise in Europa und besonders in Griechenland anhand verschiedener Mythen thematisieren  - werden ab dem 09. November im Foyer der Volksbank Eifel Mitte eG in Prüm in einer gelungenen Ausstellung präsentiert.

Außerdem wurden alle Analysen und die dazugehörigen Karikaturen in einer 48-seitigen Broschüre gesammelt und abgedruckt. Diese Broschüre kann in der Volksbank oder per email unter latein@regino-gym.de käuflich erworben werden. Unterstützt wurde dieses Projekt von der Volksbank Eifel-Mitte eG und vom Verein der Ehemaligen und Freunde des Regino-Gymnasiums Prüm.


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