Von Eva Wagenknecht (MSS 12)

Die Deutsche Schüler-Akademie ist ein außerschulisches Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das in Form von sieben in Deutschland verteilten sogenannten Akademien stattfindet.

Eine Akademie besteht aus sechs Kursen mit je bis zu 16 Teilnehmenden und beschäftigt sich mit einem interdisziplinären Feld aus Natur- und Sozialwissenschaften, Gesellschafts- und Geistes-wissenschaften sowie aus dem musischen Bereich (z.B. Theater, Kabarett, Musik, etc.) und der Mathematik. Eine Akademie dauert 16 Tage, ein Kurs besteht aus ca. 50 Stunden.

Aber anders als sich vielleicht durch die obige Beschreibung vermuten ließe, handelt es sich bei der Deutschen SchülerAkademie nicht um Unterricht für Gelangweilte, der in den Ferien (oder, je nach Bundesland, auch während der Schulzeit) stattfindet, sondern um einen „Ort“, an dem junge Menschen mit ähnlichen bis gleichen Interessen und Bereitschaften zusammenfinden, um intensiv an Themen zu arbeiten, die sich in dieser Form nicht im Unterricht oder Alltag behandeln oder finden lassen. Die Gemeinschaft der Teilnehmenden ist während der Akademie praktisch vollkommen von der „Außenwelt“ getrennt. Dieser Umstand und der, dass die Teilnehmenden aus ganz Deutschland und auch von deutschen Schulen aus dem Ausland kommen und sich somit vorher nicht kennen, sorgen dafür, dass sich nach wenigen Tagen eine tatsächliche Gemeinschaft entwickelt, die mit keiner mir bekannten vergleichbar ist.

Auch die Leiter*innen der Akademie und der Kurse sind in diese Gemeinschaft integriert; es sind keine Lehrer*innen (wenn auch manche von Beruf), sondern Personen, die anleiten, helfen und mitmachen. Dies ermöglicht ein außergewöhnliches Arbeitsklima, das seinesgleichen sucht. Bei den Kurs- und Akademieleitungen handelt es sich um Wissenschaftler*innern, Expert*innen oder eben Lehrer*innen, die häufig ehemalige Akademieteilnehmende sind.

Es geht darum, bereits vorhandene Interessen zu erweitern, gänzlich neue Gebiete kennenzulernen und vor allem wissenschaftliches Arbeiten nach heutigen Standards zu erlernen. Es geht um das Üben mündlicher und schriftlicher Präsentation, um selbstständigen Wissenserwerb und kooperatives Arbeiten in einer Umgebung, in der das tatsächlich möglich ist.

Aber wie bereits erwähnt, ist eine Akademie nicht nur ein Ort der „Arbeit“, sondern auch des „Vergnügens“. Erstaunlich ist, wie viele Freiheiten einem in beiden Bereichen geboten wird.

Es gibt festgelegte Kurszeiten (meist drei Stunden am Vormittag und zwei am Nachmittag), in denen die beiden Kursleiter*innen zwar das jeweilige Thema anleiten, aber ansonsten wird man sozusagen sich selbst und seiner Arbeit überlassen, da man den Teilnehmenden zutraut, selbstständig voranzukommen. Was vor, zwischen und nach den Kursen passiert, liegt in der freien Hand der Teilnehmenden; einziges Kriterium ist, dass man, wenn man schläft, dies in seinem eigenen Bett tut. Die Freizeit wird meist durch sogenannte „KüAs“ gefüllt, „Kursübergreifende Angebote/Aktivitäten/Aktionen“ (Niemand weiß genau, was es tatsächlich bedeutet.), die sowohl Teilnehmende als auch Akademie-/Kursleiter*innen anbieten können. KüAs können alles sein, was man sich vorstellt: von Musik (wie Chor und Orchester) über Fremdsprachen (wie Chinesisch oder Russisch) und Diskussionsrunden (über wörtlich Gott und die Welt) bis hin zu sportlichen Aktivitäten (wie Laufen, Tanzen oder Schach).

Die Teilnahme an einer Akademie ist in der Regel prägend. Ich nahm dieses Jahr teil an einer Akademie auf Schloss Torgelow (Mecklenburg-Vorpommern) am Kurs „Durch Schreiben die Welt verändern?“. Anders als dieser Titel vermittelt, beschäftigten wir uns hauptsächlich mit Manipulations- und Kommunikationstechniken, Propaganda und Kampagnen; drei Tage lang haben wir in Gruppen auch eigene Kampagnen aufgezogen. Wesentlicher Bestandteil ist auch das Anfertigen einer „Dokumentation“ gewesen, in der alle Themen und Methoden aller Kurse der Akademie aufbereitet und auf wissenschaftlicher Basis zusammengefasst wurden.

Die anderen Kurse der Akademie: Magnetische Monopole (Quantenphysik), Fahrplan der Zukunft (IT-Technik, Deutsche Bahn), Netflix—and ill? (Nutzung & Wirkung neuer Medien), Kulinarische Hermeneutik (Sprache und Kultur in Rezepten) und „Es liegt in der Luft“ (Kabarett und Musik).

Von einer Akademie ließe sich 16 Tage lang erzählen und es bräuchte sechs mal 16 Teilnehmende, um alle Eindrücke angemessen zu vermitteln, daher schließe ich an dieser Stelle mit einem nochmaligen Dank an alle, die damit in Verbindung stehen.

Von Eva Wagenknecht (MSS 12)

Die Deutsche SchülerAkademie ist ein außerschulisches Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das in Form von sieben in Deutschland verteilten sogenannten Akademien stattfindet.

Eine Akademie besteht aus sechs Kursen mit je bis zu 16 Teilnehmenden und beschäftigt sich mit einem interdisziplinären Feld aus Natur- und Sozialwissenschaften, Gesellschafts- und Geistes-wissenschaften sowie aus dem musischen Bereich (z.B. Theater, Kabarett, Musik, etc.) und der Mathematik. Eine Akademie dauert 16 Tage, ein Kurs besteht aus ca. 50 Stunden.

Aber anders als sich vielleicht durch die obige Beschreibung vermuten ließe, handelt es sich bei der Deutschen SchülerAkademie nicht um Unterricht für Gelangweilte, der in den Ferien (oder, je nach Bundesland, auch während der Schulzeit) stattfindet, sondern um einen „Ort“, an dem junge Menschen mit ähnlichen bis gleichen Interessen und Bereitschaften zusammenfinden, um intensiv an Themen zu arbeiten, die sich in dieser Form nicht im Unterricht oder Alltag behandeln oder finden lassen. Die Gemeinschaft der Teilnehmenden ist während der Akademie praktisch vollkommen von der „Außenwelt“ getrennt. Dieser Umstand und der, dass die Teilnehmenden aus ganz Deutschland und auch von deutschen Schulen aus dem Ausland kommen und sich somit vorher nicht kennen, sorgen dafür, dass sich nach wenigen Tagen eine tatsächliche Gemeinschaft entwickelt, die mit keiner mir bekannten vergleichbar ist.

Auch die Leiter*innen der Akademie und der Kurse sind in diese Gemeinschaft integriert; es sind keine Lehrer*innen (wenn auch manche von Beruf), sondern Personen, die anleiten, helfen und mitmachen. Dies ermöglicht ein außergewöhnliches Arbeitsklima, das seinesgleichen sucht. Bei den Kurs- und Akademieleitungen handelt es sich um Wissenschaftler*innern, Expert*innen oder eben Lehrer*innen, die häufig ehemalige Akademieteilnehmende sind.

Es geht darum, bereits vorhandene Interessen zu erweitern, gänzlich neue Gebiete kennenzulernen und vor allem wissenschaftliches Arbeiten nach heutigen Standards zu erlernen. Es geht um das Üben mündlicher und schriftlicher Präsentation, um selbstständigen Wissenserwerb und kooperatives Arbeiten in einer Umgebung, in der das tatsächlich möglich ist.

Aber wie bereits erwähnt, ist eine Akademie nicht nur ein Ort der „Arbeit“, sondern auch des „Vergnügens“. Erstaunlich ist, wie viele Freiheiten einem in beiden Bereichen geboten wird.

Es gibt festgelegte Kurszeiten (meist drei Stunden am Vormittag und zwei am Nachmittag), in denen die beiden Kursleiter*innen zwar das jeweilige Thema anleiten, aber ansonsten wird man sozusagen sich selbst und seiner Arbeit überlassen, da man den Teilnehmenden zutraut, selbstständig voranzukommen. Was vor, zwischen und nach den Kursen passiert, liegt in der freien Hand der Teilnehmenden; einziges Kriterium ist, dass man, wenn man schläft, dies in seinem eigenen Bett tut. Die Freizeit wird meist durch sogenannte „KüAs“ gefüllt, „Kursübergreifende Angebote/Aktivitäten/Aktionen“ (Niemand weiß genau, was es tatsächlich bedeutet.), die sowohl Teilnehmende als auch Akademie-/Kursleiter*innen anbieten können. KüAs können alles sein, was man sich vorstellt: von Musik (wie Chor und Orchester) über Fremdsprachen (wie Chinesisch oder Russisch) und Diskussionsrunden (über wörtlich Gott und die Welt) bis hin zu sportlichen Aktivitäten (wie Laufen, Tanzen oder Schach).

Die Teilnahme an einer Akademie ist in der Regel prägend. Ich nahm dieses Jahr teil an einer Akademie auf Schloss Torgelow (Mecklenburg-Vorpommern) am Kurs „Durch Schreiben die Welt verändern?“. Anders als dieser Titel vermittelt, beschäftigten wir uns hauptsächlich mit Manipulations- und Kommunikationstechniken, Propaganda und Kampagnen; drei Tage lang haben wir in Gruppen auch eigene Kampagnen aufgezogen. Wesentlicher Bestandteil ist auch das Anfertigen einer „Dokumentation“ gewesen, in der alle Themen und Methoden aller Kurse der Akademie aufbereitet und auf wissenschaftlicher Basis zusammengefasst wurden.

Die anderen Kurse der Akademie: Magnetische Monopole (Quantenphysik), Fahrplan der Zukunft (IT-Technik, Deutsche Bahn), Netflix—and ill? (Nutzung & Wirkung neuer Medien), Kulinarische Hermeneutik (Sprache und Kultur in Rezepten) und „Es liegt in der Luft“ (Kabarett und Musik).

Von einer Akademie ließe sich 16 Tage lang erzählen und es bräuchte sechs mal 16 Teilnehmende, um alle Eindrücke angemessen zu vermitteln, daher schließe ich an dieser Stelle mit einem nochmaligen Dank an alle, die damit in Verbindung stehen.