Von Linn Schröter, Clara Roters und Jette Rehm

Vom 14. bis zum 28. September 2019 haben wir am Romain-Rolland-Programm im Rahmen der Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Burgund für Schüler*innen der 8. und 9. Klassen teilgenommen. Während des zweiwöchigen Austauschs haben wir bei unseren Austauschschülerinnen gewohnt und sind mit ihnen jeden Tag in die Schule gegangen.

Am Samstagmorgen um 9.30 Uhr starten wir in Trier. Mit uns machten sich 200 Jugendliche aus Rheinland-Pfalz in drei Bussen auf den Weg nach Dijon. Nach einer sechsstündigen Fahrt erreichten wir unser Ziel und unsere Wege trennten sich für die nächsten zwei Wochen. Jede von uns reiste mit ihrer Austauschschülerin weiter in eine andere Stadt.

Wir wurden sehr herzlich von unseren Austauschfamilien empfangen- natürlich mit 1000 Bisous! Um ehrlich zu sein, waren wir ziemlich nervös.

Nachdem die Koffer in die Autos gebracht wurden,  fuhren wir entweder zu den Gastfamilie nach Hause oder besichtigten noch die eindrucksvolle Altstadt Dijons. Abends wurde traditionell französisch gekocht (naja...Burger und Pizza).

Am Montag war es dann so weit: Der erste Tag an einer französischen Schule begann, natürlich kannten wir dort niemanden! Anders als an unserer Schule beginnt der Unterricht dort um 8.30 Uhr und endet, außer mittwochs, erst um 17.15 Uhr. Was natürlich ein großer Unterschied zu Deutschland ist, weshalb wir abends meistens sehr erschöpft waren. Die Unterrichtsfächer waren für uns zum Teil sehr interessant und zum Teil natürlich auch sehr langweilig. In Deutsch und Englisch halfen wir unseren Austauschschülerinnen, wogegen wir uns in Französisch nur ausklinken konnten.

Unter der Woche konnte man wegen der langen Unterrichtszeiten nicht viel unternehmen, was aber nicht sehr schlimm war, da wir dann, wenn unsere Austauschpartner ihre Hausaufgaben machten, unseren deutschen Verpflichtungen, wie Vokabeln lernen, nachgehen konnten.

An den Wochenenden gingen wir bowlen, schwimmen oder besichtigten Schlösser und Burgen, von denen es in Frankreich natürlich genug gibt.

An unseren Schulen waren meist auch noch andere Schüler aus Rheinland-Pfalz, die wir zuvor nicht kannten, mit denen wir aber in diesen zwei Wochen ebenfalls gute Freundschaften geschlossen haben. Mit ihnen machte es einfach nochmal Spaß, Deutsch zu reden und sich über die einzelnen Erfahrungen auszutauschen.

Insgesamt funktionierte die Kommunikation in den Familien recht gut. Deutsch konnten die Eltern zwar kaum und auch die Austauschschülerinnen sprechen noch nicht so toll, und auch auf Englisch hakte es hier und da. Aber wenn wir dann auch mit unserem Französisch am Ende waren, gab’s ja immer noch Hände und Füße.

Und zum Thema Heimweh: Die ersten zwei Tage brauchten wir, um uns einzuleben. Meist hatten wir in dieser Zeit auch einfach keine Lust mehr, aber irgendwann hatten wir uns so eingelebt, dass wir noch Monate dort verbringen könnten.

Vom 16.-31.11.19 kommen dann Jeanne, Elyne und Clémence nach Deutschland und gehen mit uns zur Schule. Wir sind schon gespannt, wie das wird!

Letztendlich kann man sagen, dass wir viele neue Freunde und Erfahrungen für den Französischunterricht und fürs Leben gewonnen haben. Aus diesen Gründen können wir es nur empfehlen, daran teilzunehmen, egal ob man schon länger Französisch hat oder erst kurze Zeit!